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Reime: Die Rummelpottlieder
Geschrieben am Wednesday, 30. December um 19:08:15 von wbiegemann

Reime Eines der ältesten und bekanntesten Lieder ist:

"Fruken, mok de Dör op, de Rummelpott rin.
Dor kümmt een Schipp ut Holland, 
de hett keen gooden Wind.
Schipper, wist du wieken,
Bootsmann, wist du strieken, 
sett de Segel opp de Topp
und giff mi wat in´n Rummelpott."

Ein Text aus dem Schleswigschen um 1870:
"Rummel, rummel rögen, gif mi´n beten in´n Pöten, 
lat mi ni to lang stahn, ik mutt noch´n Hus wieder gahn.
Dat es för de Elerpenn, dat ist för dat Geldten.
Hebbt wi nix, denn jürkt uns de Finger ok nix." 

Ein Rummelpottlied von der Westküste:
Rummel, rummel, ruttje, 
Kreg ik noch en Futtje? 
Kreg ik een, blev ik stohn, 
Kreg ik twee, will ik gohn.
Kreg ik dree, wünsch ik
Glück, dat de Husfru mit de
Futtjes ut de Schesteen flüch.
Dat ole Johr, dat nie Johr, 
sind de Futtjes noch nicht gor, 
pros Niejohr, pros Niejohr!

Wenn die Sänger eine Gabe erhalten haben, singen sie:
"Hau de Katt de Schwanz aff
hau em nich to lang aff,
lat en lüdden Stummel stahn,
dat de Katt kann wieder gahn."

Ein Potpourri:
Lieschen, mak de Dör op
lat den Rummelpott rin.
Wenn dat Schipp vun Holland
kümmt, hett dat wat in Sinn.
een, twee, dree, veer,
wenn dat man´n Pfennig weer.
Hau de Kat den Steert aff,
hau en nich to lang aff,
latt´n lüttn Stummel stahn, 
denn wi wüllt noch wiedergahn.
Baben in dat Rookhus
Hängt de lange Mettwust.
Sünd se´n beeten fett,
veel beeter se uns smeckt,
sünd se´n beeten kleen,
gifft dat twee för een.
Oldjohr, Neejohr,
Mudder, sind de Förten gar. 
Widden Tweern, swarten Tweern,
düsse Frau, de geev recht gern
oder:
düsse Olsch, de geev nich gern.

Nicht so häufig wird gesungen:
"Rummel, rummel, Fledermuus,
wokeen wahnt in düsse Huus!
Wahnt hier wohl een rieke Mann,
de unse Taschen füllen kann.
Lat uns nich so lang hier stahn, 
wi wüllt noch een Hus wieder gahn!"

"Ich bin ein armer König,
gib´ mir nicht zu wenig,
lass´ mich nicht zu lange steh´n,
denn ich muss noch weiter geh'n."

Und auch:
"Ik seh de Schosteen roken,
un all de Appelkoken
schwimmen in dat Fett.
Un sünd se´n beten kleen,
so gifft da twee för een;
un sünd se´n beten groot,
so hett dat ok keen Not.

Quelle: http://www.ankieken.de/schleswigholstein/pages/rummelpottlieder.htm

 
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