| Plattdeutsch | Deutsch | Bedeutung | Region |
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„De een seggt: Velen Dank! De anner:
Dor heff ik noog (genug) vun op den Böhn (Boden), ick mutt dat
notwennig ümschüffeln (umschaufeln)“
| Vielen Dank. Davon habe ich genug auf dem Boden, ich muss das notwendig umschaufeln.
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Gemeint ist: Dem Dank müssten auch mal
Taten folgen.
| RD |
| "All tohoopen!" see de Buer, dor harr he man een för. | "Alle zusammen!" sagte der Bauer, da hatt er nur ein (Pferd) vor(gespannt). | Noch ein Angeber! | SE |
| "Allens een Övergang!" see de Buer un prickel sien Fru mit de Messfork | "Alles ein Übergang!" sagte der Bauer und piekste seine Frau mit der Mistforke. | "Es geht alles vorüber..." | SE |
| "Allens hett siene Wetenschap", see de Deern un pust dat Licht mit'n Mors ut | "Alles hat seine Wissenschaft" sagte das Mädchen und blies die Kerze mit dem Hintern aus | Könnerschaft geht über Kennerschaft! | NMS |
| "Allens lichten!" see de Schipper, dor smeet he sien Fru över Bord. | "Alles leichtern!" sagte der Schiffer, da warf er seine Frau über Bord | kommentiert das Trennen von (unnötigem:-) Ballast . | SE |
| "Allens mit Maaten!" see de Snieder und hau sien Fru mit de Ell. | "Alles mit Maßen!" sagte der Schneider und schlug seine Frau mit der Elle | Wortspiel. Eine Elle ist sowohl ein Unterarmknochen als auch eine (alte) Maßeinheit. | NMS |
| "Anscheeten Herr Paster, wi hemm gor keen Keller!" | "Angeschissen, Herr Pastor, wir haben gar keinen Keller!" | Deine Drohung (Hölle/Einsperren) macht mir keine Angst. | NMS |
| "Beter inne wiede Welt as in'n engen Buk" see de Jung un lött een fleegen. | "Besser in die weite Welt als in einem engen Bauch" sagte der Junge und ließ einen fliegen. | Sich von Sorgen befreien. | SE |
| "Da's 'n Malheur!" see de lütt buckelige Klempner, door harr he sien Nees an Teekettel fastlöt. | "Das ist ein Unglück!" sagte der kleine, buckelige Klempner, da hatte er seine Nase am Teekessel festgelötet. | " Shit happens! " | NMS |
| "Dampen deit't al", see de Voss, "wenn't brennt, gifft't Füer", do harr he op't Ies scheten. | "Es dampft schon", sprach der Fuchs, "wenn's brennt, gibt s Feuer", da hatte er auf das Eis geschissen. | Unsinnige Formel zum Zweck der Verschleierung einer anrüchigen Handlung. | HH |
| "Dat hölpt för de Müüs!" see de Buer, da steek he sien Schüün an. | "Das hilft gegen die Mäuse!" sagte der Bauer, da steckte er seine Scheune an. | Unverhältnismäßigen Aufwand betreiben. | SE |
| "Dat muss Du gewohnt warrn" see de Bäcker un wisch mit de Katt den Backoben ut. | "Daran musst Du Dich gewöhnen" sagte der Bäcker und wischte mit der Katze den Backofen aus | Trost und Aufmuntereung bei neuen, unagenehmen Arbeitsbedingungen | SE |
| "Dat sünd Leidenschaften" sä de ol Scheper, da lepen em de Hamel weg. | "Das sind Leidenschaften" sagte der alte Schäfer, da liefen ihm die Hammel weg. | Ein Weib zieht mehr als zehn Ochsen. - Die Liebe kennt keine Vernunft. | SE |
| "Dat treckt sick allns no 'n Lief!", sei de Schnieder, do naai hei de Ärmel an't Taschenlock faß! | "Das zieht sich alles nach dem Leib!", sagte der Schneider, da nähte er den Ärmel am Taschenloch fest! | Fadenscheinige Entschuldigung, wenn etwas gründlich mißlungen ist. | WES |
| "Dat wüllt wi woll kriegen" see de Avkaat, dor meen he dat Geld. | "Das werden wir schon kriegen" sagte der Anwalt, da meinte er das Geld | Meinen uns Sagen ist nicht immer dasselbe. | NMS |
| "Datt kümmt vun't lange Predigen!" see de Paster, dor scheet he inne Büx. | Das kommt vom langen Predigen sagte der Pastor, da schiss er in die Hose. | Fasse dich kurz! | NMS |
| "Du sühst ook vör so good as achtern!" | "Du siehst vorn so gut wie hinten!" | Du bist offenbar blind (übertragen) - oft nach Karambolagen, aber auch wenn jemand etwas offensichtliches nicht erkennt | NMS |
| "Eegen bün'k nich, aber wat ick nich will, dat doh'k nicht und wenn ick nich in Saal pissen dörp, will'k öberhaupt nich danzen!" | "Eigen(sinnig) bin ich nicht, aber was ich nicht will, das tu ich nicht und wenn ich nicht in den Saal urinieren darf, will ich ich überhaupt nicht tanzen!" | Kommentar zu Trotzköpfchen | NMS |
| "Ei is Ei!" sä de Anner un nähm dat Gröttere. | "Ei ist Ei!" sagte der Andere und nahm das Größere | Entschuldigend, wenn man sich selbst das größte Stück nimmt, aber auch anklagend bei ungerechtem Teilen | NMS |
| "Gott bewahr de Ogn, de Näs is doch all to'n Düwel!" sä de Fru, as se een Kartüffel eet, de in't Semp fullen weer. | "Gott bewahre die Augen, die Nase ist schon zum Teufel!" sagte die Frau, als sie eine Kartoffel aß, die in Senf gefallen war. | Ausruf des Erstaunens bei ungewohntem (meist schlechtem) Geschmack von Speisen | NMS |
| "He is so egen as Mißfeldt sien Ganner, de swüm dree Dag opn Dieck un verdöß". | "Er ist so eigensinnig wie Mißfeldts Ganter, der schwamm drei Tage auf dem Teich und verdurstete". | Lieber leiden als anderen Recht geben. | PLÖ |
| "Jede Drüppen hölpt" see de Pismieg un pinkel in't Watt. | "Jeder Tropfen hilft" sagte die Ameise und pinkelte ins Wattenmeer. | Jede Hilfe ist wichtig. | IZ |
| "Jümmers fein sporsam!" sä Trina, deel en Rietsteken längs dör und drunk 'n Snaps mehr. | "Immer fein sparsam!" sagte Katharina, teilte ein Streichholz der Länge nach (um zwei daraus zu machen) und trank einen Schnaps mehr. | Am falschen Ende sparen. | SE |
| "N' beten scharp bakkt, aber ick mach emm so!" | "Ein wenig (zu) scharf gebacken, aber ich mag ihn so!" | Vorbeugende Rechtfertigung beim Servieren eines verbrannten Kuchens. | NMS |
| "Sei moal weck'n Tähn di stött, wenn d' upp d' Kriessoag sittst!"- So geiht dat dat Mäk'n ok, de wett ok nich, von wäm se dat Jöör hett! | "Sag mal welchen (Säge-) Zahn du dir stößt, wenn du auf der Kreissäge sitzt!" - So geht es dem Mädchen auch, sie weiß auch nicht, von wem sie das Kind hat. | Die Ursache ist schwer zu ermitteln. | UM |
| "So is't recht!" sä Hein, hau de Bodder vunn Disch un meent , dat weer de Katt | "So ist es richtig", sagte Heinerich, schlug die Butter vom Tisch und meinte, es wäre die Katze. | Kommentar, wenn jemand bei Tische etwas umwirft. | SE |
| "Wenn Du ut Niemünster kümmst, kannst Du in de Welt allens kriegen, man keen Heimweh!" | Wenn Du aus Neumünster kommst, kannst Du in der Welt alles bekommen, nur kein Heimweh. | Neumünster war früher Industriestadt und nicht gerade ein Ausflugziel. | NMS |
| "Wer op reisen is, mutt vörwarts" see de Dachdecker, dor full he vonn't Dack. | "Wer auf Reisen ist, muss vorwärts" sagt der Dachdecker, da fiel er vom Dach. | Lapidarer Kommentar zu (selbst) erlittenem Unglück. | SE |
| "Wi kunn'n as Bröder tohopen leeven, wenn du man blots dat verdammte Slagen sien laten würs", sä de Jung to sien Vadder. | "Wir könnten wie Brüder zusammenleben, wenn du man bloß das verdammte Schlagen sein lassen würdest" sagte der Junge zu seinem Vater | Das Unmögliche wünschen. | SE |
| "Wo hett di denn de Düwel?" sä de Jung, as he de Abendsegn nich finn kunn. | "Wo hat dich denn der Teufel?" sagte der Junge, als er den Abendsegen nicht finden Konnte. | Verlegtes, verlorenes am falschen Platz suchen. | SE |
´t gifft mehr Katten, de Puus heten!
| Es gibt mehr Katzen, die Pussy heißen!
| Das wird wohl eine Verwechslung sein.
| LER |
„Junge, wiste ne Beer?"
„Lütt Dirn, kumm man röwer, ick hebb ne Birn / ick gew di ne Birn."
„He is dod nu. Wer giwt uns nu ne Beer?"
| "Junge, möchtest du eine Birne?"
"Kleines Mädchen, komm einmal herüber, ich habe eine Birne / ich gebe dir eine Birne."
"Er ist jetzt tot. | In Märkischem Platt (Havelland, Mark Brandenburg). Aus: "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland"; Theodor Fontane, 1889 | HVL |
| Wi heft voor use egen Döhr soviel Dreck | Wir haben vor unserer eigenen Tür soviel Dreck liegen; und doch holen wir den Besen raus, um bei anderen Leuten zu fegen.
| Kümmert um Euren eigenen Kram | GT |
| "Martje Flor" (Up dat et uns wohl goh up unsre ohlen Dage!) | Friesische Wirtstochter - Auf dass es uns wohl gehen werde auf unsere alten Tage
| Ehrlich gemeinter Trinkspruch. Eingeweihte nennen nur den Namen, schweigen dann andächtig und trinken sich zu. Siehe Liliencron und Tucholsky ( Gripsholm)
| HEI |
"Beter een krupern Moder as een flegenden Vader." "Beter een rîken Vadder verleren as een krupern Modder." | "Besser eine ordentliche Mutter als einen fliegenden Vater." "Besser einen reichen Vater verlieren als eine ordentliche Mutter."
| Lieber eine anständige Mutter als einen flatterhaften Vater. Es ist leichter, einen reichen Vater zu verlieren als eine gewissenhafte Mutter. | SL |
| "Dat kannst mi glööven!" | "Das kannst du mir glauben!" | Auch Titel der werktäglichen Radioandacht auf NDR 1. | HH |
| "Dat kannst mi glööven!" | "Das kannst du mir glauben!" | Auch Titel der werktäglichen Radioandacht auf NDR 1. | HH |
"De eerste Noot mutt stüert warrn", see de oll Fru, do hau se den Backtrog to Füerholt.
| Der größten Not muss man zuerst begegnen, sagte die Alte und machte den (hölzernen) Backtrog zu Feuerholz.
| Kurzsichtige Maßnahmen vergrößern die Malesche.
| HH |
"Dor hett een Uul seten"
| "Da hat eine Eule gesessen"
| Das war wohl nichts / Das war ein Satz mit X
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"Geiht nix öber de Reinlichkeit", see de oll Fru, do dreih se den Ünnerrock to Wiehnachten üm.
| Es geht doch nichts über Sauberkeit, sagte die Alte und drehte den Unterrock zu Weihnachten um.
| Ausrede bei Mangelerscheinungen
| HH |
"Jojo," seggt Hein, "dat sünd Piraaten, de will wi mol een överbraten."
| "Jaja," sagt Hein, " das sind Piraten, denen wollen wir mal einen überbraten."
| Piraten einen Denkzetel verpassen
| OL |
| "Kiek mol wedder in!" | "Schau mal wieder rein!" | In einen Holzbalken geschlagener Sinnspruch, zu lesen beim Verlassen einer Alt-Lüchower Gaststätte. | DAN |
| "Lewwer duad üüs Slaav!" | "Lieber tot sein, als ein Sklave!" | Freiheitsmotto des friesischen Fischers Pidder Lüng/Lyng aus Hörnum auf Sylt, dem Amtmann von Tondern und seinen Schergen gegenüber geäußert (nach Detlev Freiherr von Lilienc | NF |
"Manntje, Manntje Timpe Te, Buttje, Buttje in de See: Myne Fru, de Ilsebill, will nich so as ick wol will!"
ut: "Von den Fischer und siine Fru"/" | "Männchen, Männchen Zipfel/Flosse (?) Te, kleiner Butt, kleiner Butt in der See: Meine Frau, die Ilsebill, will nicht so wie ich wohl will!"
aus: | Ruf des seiner habsüchtigen Frau nicht ebenbürtigen Fischers an den verzauberten Butt. - Das Märchen ist eine Parabel über die Volksweisheit, dass Maßlosigkeit damit bes | NVP |
| "Ob Ost, ob West - to Hus is best!" | "Ob im Osten oder im Westen - zu Hause ists am besten!" | Allgemeines (norddeutsches) Heimatbekenntnis; oftmals nach Rückkehr von einer Reise konstatiert. | DAN |
| 'n beten scheev hett Gott leev | ein bisschen schief hat Gott lieb | Bezeichnung für verwachsenen Menschen oder nicht akkurate Handwerksarbeit. | |
| 'n Füer is as 'n oln Mann - datt will in Ruh lott'n warrn. | Ein Feuer ist wie ein alter Mann - das will in Ruhe gelassen werden. | Ratschlag eines (alten) Schmieds, wenn die Lehrjungen im Feuer herumstocherten, um es anzufachen.
| NMS |
| 'n oll Fruu un' 'n oll Koh
sin' ümmer 'n bät'n to-
'n oll Mann un' 'n oll Peerd
Sin' all' beid' nix wert. | Eine alte Frau und eine alte Kuh
sind immer ein bißchen dazu-
ein alter Mann und ein altes Pferd
sind alle beide nichts wert. | Nicht alles was alt ist ist unbrauchbar. | UM |
| ...dor wer dat Kalv int Oog slan. | ...da war dem Kalb ins Auge geschlagen worden. | ...da hatten wir den Salat. | RD |
| ...wenn dat Nödigen denn keen enn nimmt | ...wenn das Nötigen denn nicht aufhört | Wird gesagt wenn einem ein Schnaps angeboten wird (schon beim ersten Angebot!) | OD |
| 1. dei steckt scheif uppn stääl2. Dei is nich ganz gorkookt | 1. Er steckt schief auf dem Stiehl2. Er ist nicht ganz gargekocht. | 1. Er ist geistig nicht auf der Höhe2. Er ist geistig nicht auf der Höhe | PCH |
äten, fräten, supen, langsom gohn und pupen
| essen, fressen, trinken, langsam gehen und furzen
| Ausdruck reinster Lebensfreude
| SHG |
Vör Johanni bitt üm Regen, naher kümmt he ungelegen.
| Vor dem Johannistag bitte um Regen, nachher kommt er ungelegen.
| Nach dem Johannistag ist trockenes Wetter für die Ernte nötig.
| OH |
Vun Hack to Nack.
| Von der Hacke bis zum Nacken.
| Von Kopf bis Fuß.
| SL |
"Wat schall dat bedüüden?"
| "Was soll das bedeuten?" | Nanu? Was ist denn das? Was willst du damit sagen?
| DAN |
Een is dumm boorn un het nix da tolehrt
| einer ist dumm geboren und hat nichts dazugelernt | Doof bleibt doof | KS |
Een schöön Tass Tee
| Eine schöne Tasse Tee | Ein Missgeschick, ein Malheur? | RD |
Klaug wie de Immen, nur Honnich kannst nich schieten.
| Klug sein wie die Bienen, nur keinen Honig produzieren können.
| besserwisserisch daherkommen
| NVP |
sick op den Steert patt fööhlen (he/se fööhlt sick op den steert patt
| sich auf den Schwanz getreten fühlen (er/sie fühlt sich auf den Schwanz getreten)
| beleidigt, gekränkt sein (er/sie fühlt sich gekränkt/beleidigt)
| HEI |
Wenn eine kummt und tau mi seggt, hej makt dat alle Lüe recht,
seg ick tau hum:
Mien Fründ, mit Gunst,
lehr mi ok disse schwore Kunst | Erscheint jemand und sagt mir, er mache es allen recht, antworte ich ihm: "mein Freund mit Gunst, lehr mich auch diese schwere Kunst"! | Es ist unmöglich es jedem rechtmachen zu wollen | |
Wer dood is, sport sick dat kieken
| Wer tot ist, erspart sich das Sehen | Wer tot ist, braucht / muss das (meist Negative ) nicht mehr mit erleben. | RZ |
Wer nich äolt wern well, mot sik jung uphangen.
| Wer nicht alt werden will muss sich jung aufhängen.
| Wer nicht alt werden will muss sich schon früh töten. | LIP |
| Koomt Kinner, koomt Titten. | Kommen Kinder, kommen Titten.
| Kommt Zeit, kommt Rat. | HH |
Dat isn anner Korn, segg de Müller, und bit upn Museköttekeln. | Das ist anderes Korn, sagte der Müller, und biss auf Mäusekot. | Hier handelt es sich um eine ganz neue Sachlage. Das ist etwas ganz anderes. | NOH |
Uhln sitt Uhln ut. | Eulen brüten Eulen aus. | Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. | ROW |
Wenn de Zicken pruuschen jewwt andre Weer. | Wenn die Ziegen niesen, gibts anderes Wetter. | Lustiges Wetter-Orakel | MV |
| Jümmers krank un nich eenmaal doot. | Immer krank und nicht einmal tot.
| Totgesagte
leben länger! | |
| Öwer de tofel trekken | übervorteilen | übervorteilen | ASD |
| Dat is nix un puken von | Dies ist nichts um damit anzugeben? | Angeber! | SL |
| Hullmann hett em in`n Graaben smeeten. | Hullmann (der bekannte Schnaps) hat ihn in den Graben geworfen. | Er war so betrunken, dass er in einen Wassergraben gefallen ist.
| BRA |
| Kum nich to Malöör | Komm nicht zu Schaden
| Sei Vorsichtig | FL |
| Lüttge Lüüe Kinner un grote Lüüe Ossen werd gau groot | Keiner Leute Kinder und großer Leute Ochsen werden schnell groß | Die Kinder kleiner ( armer ) Leute werden schnell erwachsen, tragen früh Verantwortung | EL |
| Laugiarwer, Lohgarwer | Gerber, Ledergerber | zu früheren Zeiten Schulmeister, Lehrer | 24 |
| Meenen dücht und bettshieten givt Placken | Meinen deucht und b..gibt Flecken | wenn du es nicht genau weißt halt den Mund | Rz |
| Wat den een sien Uhl, is den annern sien Nachtigal... | Für den einen ist´s ne Eule, für´n anderen ne Nachtigal...
| zweierlei Ansicht für eine Sache... | NF |
Wer bist de? Was tust de? Se glüklisch.
| Wer bist du? Was tust du? Sei glücklich
| wir lernen uns kennen.
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| Abendrood mookt Weer good | Abendrot macht das Wetter gut | Nach Abendrot gibt es gutes Wetter | OD |
| Abendrot bringt water in Sood | Abendrot bringbt Wasser in den Ausguss/Brunnen | Bauernregel: Abendrot bringt Regen | |
| Ach de Herren in de Stadt hebbt kein Buurnverstand. | Ach die Herren in der Stadt haben keinen Bauernverstand. | (Ironische) Selbstüberschätzung. Unpassender Vergleich. | |
| Achtern is vör'n Mors | Hinten ist vor'm (für'n) Arsch. | Erklärung für Landratten über Schiffsheck
| HH |
Af un an.
| Ab und an.
| manchmal, hin und wieder, von Zeit zu Zeit
| SH |
| Af vun de Hoff, aver nich över dat geharkte. | Runter vom Hof, aber nicht über das geharkte. | Eine Steigerung von: "Verlassen sie sofort das Grundstück". | PLÖ |
| All Lüüd möten starven, nur de Glaser nich, de besteiht ut Kitt un Scharben un de mag de Düvel nich. | Alle Leute müssen sterben, nur der Glaser nicht, der besteht aus Kitt und Scherben und die mag cder Teufel nicht. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| All to min Besten, sä de Jung - dor slögen se em den Stock upn Buckel entwei. | Alles zu meinem Besten, sagte der Junge - da schlugen sie ihm den Stock auf dem Rücken kaputt. | Einbildung kann schmerzhaft sein. Werte auf den Kopf stellen. | |
| All to min Besten, sä de Jung, do slogen se em den Stock op'n Puckel intwei. | Alles zu meinem Besten, sagte der Junge, da schlugen sie ihm den Stock auf dem Rücken entzwei. | Man sollte sich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen! | NMS |
| All veerkantig, aber dat Geld mutt rund gahn. | Alles rechteckig, aber das Geld muss rollen | Spruch beim Kassieren | SE |
Alto hitt verbrennt de Grütt.
| Alzu heiß verbrennt die Grütze.
| Zu eng gepflegte Freundschaft, die deswegen zuende geht. Man braucht auch mal Abstand.
| SL |
| Anhalten tut kriegen | Anhalten bekommt. | Wenn sie hartnäckig ein Ziel verfolgen und am Ende siegreich sind | |
| Anholen deit kreegen | ranholen heißt kriegen
| "Schmierst" du ordentlich, bekommst du ordentlich | SB |
| Anholen deit kriegen! | Wer dabei bleibt, bekommt was. | Ausdauer lohnt sich, insbesondere beim Werben um Frauen | SL |
| Anschäten lew Gott, de Düwel sitt inner annern Hock! | Angeschissen lieber Gott, der Teufel ist woanders. | beschreibt eine unverhoffte Wendung / irrige Annahme / Fehleinschätzung ... | OVP |
| Arbeit is keen Has, de löppt uns nich weg. | Arbeit ist kein Hase, die läuft uns nicht weg. | Lass uns erstmal pausieren | OH |
| As wenn so’n lütt Mann bakkt | Als wenn ein kleiner Mann backt | Bei starker Rauchentwicklung | NMS |
bäter bichten as vertichten, dorno kommunizieren, dan kunn nicks passern! | Besser beichten, als verzichten (ggf. Fasten), danach zur Kommunion gehen, dann kann nichts passieren!
Vorschlag machen | CLP |
Böt-böt-böt! Haas het veer föt, Krei het man twee - morgen deit nich mehr weh! | Heile-heile-heile! Der Hase hat vier Füße, die Krähe hat zwei - morgen tuts nicht mehr weh! | Tröstspruch für ein verletztes Kind. | DAN |
| Büten blank – binnen kraank. | Außen blank – innen krank. | Außen hui – innen pfui. | NF |
| Bargens vun ünnen, Karken vun buten un Kneipen vun binnen. | Berge von unten, Kirchen von außen und Kneipen von innen. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Bargop gor licht, bargaf man trag, woll mennich nasöcht Johr | Fehlt noch Vorschlag machen | Fehlt noch Vorschlag machen | |
| Bat taam maket, dat maket ouk laam. | Was zahm macht, das macht auch lahm. | Gezähmte Männer oder Frauen werden langweilig. | MK |
| Beten scheef hett Gott leef | ein wenig schief hat Gott lieb | ein wenig ungenau schadet nicht | OH |
| Beter een lütten Fisch, as gor keen op´n Disch! | Besser einen kleinen Fisch, als gar keinen auf den Tisch. | Das Erreichbare ist besser als das Unerreichbare. | SL |
beter is beter, sä de jung, dor streue he sik noch Sucker op sin Sirupsbrot.
| Beser ist besser, sagte der Junge und streute sich noch Zucker auf sein Sirupbrot.
| Sicher ist sicher.
| SL |
| Beter n Luus in Kohl as gor keen Fleesch. | Besser eine Laus im Kohl als gar kein Fleisch. | Sei zufrieden mit dem, was du hast. oder es hätte auch schlimmer kommen können. | |
| Bevör Du krist schnottet un beed is de Kark all ut | Bist Du Dir die Nase geputzt hast und gebetet hast, ist der Gottesdienst vorbei. | Du bist eine lahme Ente. | CAN |
| Bewern fangen | Biber fangen, das Bibbern kriegen, | Nichts erreichen. Früher wurden junge Knechte verulkt, indem man sie nachts auf dem Feld mit einem Sack vor einem Kaninchenloch nach (wertvollen) Bibern lauern ließ. Sie kamen dann morgens bibbernd zu | IZ |
| Bi uns is allens kloor, aver keeneen weet Bescheed | Bei uns ist alles klar, aber keiner weiß Bescheid. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Bi Unwedder loopt ok de Fulen. | Bei Unwetter laufen auch die Faulen. | Not verändert den Menschen. | |
| Blaah man, blaah man, brukst ni so oft to pissen. | Heul ruhig, heul ruhig, brauchst nicht so oft zu pinkeln. | Dein Gefühlausbruch ist mir einerlei. | NMS |
| Bloß nicht an fummeln, wenn wat löpt. | Blos nich dran fummeln, wenn etwas läuft.
| Never change a running system. | |
| Bomt in da Höchst, do hang de lang Wöst, de korten lot noch hang, nächst Jahr um de Tiet weern de ok al riep | Oben in der Höhe, hängen die langen Würste, die kurzen lass noch hängen, nächstes Jahr um die Zeit sind die auch reif. | Alles braucht seine Zeit. | SAW |
| Bäckerkinner Stuten geven | Bäckerkindern Rosinenbrot geben | Eulen nach Athen tragen | NMS |
| Bögen is beter as Breken. | Biegen ist besser als Brechen. | Nicht übertreiben (besonders in der Erziehung)! | |
| Da doatse in Möster kien Fester um loss. | Da machen sie in Münster kein Fenster für auf. | Das interessiert keinen | ST |
| Dat Anschieten geiht ümschichtig. | Das Anscheißen geht abwechselnd. | Irgendwann ziehst Du auch einmal den Kürzeren. | SE |
Dat fallt vun de Kist in de Bielaag!
| Das fällt von der Kiste in die Beilage!
| Das kommt alles in die (oder aus der) gleiche(n) Kasse! oder auch: Das ist einerlei, das ist Pott wie Deckel!
| OH |
| Dat flutscht as de Speut vun/’t Tittkalf | Das flutscht wie beim Durchfall eines noch gesäugten Kalbes | Das geht leicht von der Hand
| NF |
| Dat geiht mi nix an - ik bünn Hamborger! | Das geht mich nichts an - ich bin Hamburger! | Hier wird bar gezahlt. Beim Verweis auf Ämter oder Vorschriften (im preußischen Altona). Soll ein Kutscher zu v. Wrangel gesagt haben. | |
| Dat geiht narms bunter (duller) to as op de Welt. | Es geht nirgends bunter (verrückter) zu als auf der Welt. | Die Welt - ein Narrenhaus! | |
| Dat geiht scheef | das geht schief | das gelingt nicht | OH |
| Dat Geld verslitt as Bodder in de Sünn.
| Das Geld verschleißt wie Butter in der Sonne. | Geld hat man immer zu wenig. | |
| Dat gelt in Wandsbeck! | Das gilt in Wandsbek. | Das ist nicht geltendes (hamburger) Recht. Gut Wandsbek beschäftigte früher zwielichtige Monarchen (Plattdt. = Landstreicher, Herumtreiber), die eigene Regeln hatten. | HH |
| Dat Gesicht mag ik lieden, sä de Buur as de Swienskopp op de Disch keem | Das Gesicht mag ich leiden, sagte der Bauer als der Schweinskopf auf den Tisch kam | Fehlt noch Vorschlag machen | RD |
| dat gev een stille Floach | das gab einen stillen Schauer | sagt man, wenn nach einer regen Diskussion am Tisch plötzlich keiner spricht und es zu einer kurzen stillen Pause kommt | SL |
| Dat gifft 'n Jack full. | Das gibt die Jacke voll. | Das gibt Prügel. | SL |
| Dat gifft Minschen de köönt dree Weken Sünnenschien beter verdregen as dree Doog Regen. | Es gibt Menschen, die können drei Wochen Sonnenschein besser vertragen als drei Tage Regen. | Verwöhnte Menschen die schnell Trübsal blasen. | |
| Dat gifft ok Tieden, wo een Nordlicht mol keen Tiet hett för een Klönschnack | Es gibt auch Zeiten, wo ein Nordlicht mal keine Zeit für Klatsch und Tratsch hat. | verärgert sein
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| Dat ging mi glipp. | Das entschlüpfte mir. | Das habe ich verpasst. | SL |
| Dat givt Lüd, dei könnt Kattenschiet in'n Düstern rüken | Das (es) gibt Leute, die können Katzenscheiße im Dunklen riechen. | Wichtigtuerisch, schlaumeierisch reden über für jederman offensichtliche Dinge | UE |
| dat har noch leeger warrn kunt | das hätte noch schlimmer kommen können | Trost: Es gibt immer noch etwas Schlimmeres. | |
| Dat har noch veel leger warn kunt. | Das hätte viel schlimmer kommen können. | Mit einem blauen Auge davon kommen. | OH |
| Dat harr ik man maken süllt, sä de Jung, dunn harr de Fleeg up denn Töller schäten! | Das hätte ich mal machen sollen, sagte der Junge, als die Fliege auf den Teller geschissen hatte. | Das gibt Ärger! | RÜG |
| Dat hebb ik je all secht, je oll dööspaddel ! | Weiss ich doch schon , du Trottel ! | das sich die Person wierderholt . | AUR |
Dat hett all düller schniet.
| Das hat schon doller geschneit.
| Man hat es nicht schwer.
| SL |
Dat Huus weet sük neet schoon to maken.
| Das Haus weiss sich nicht schön zu machen.
| Niemand weiss sich zu schützen.
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| Dat is över all de Bööm! | Das ist über allen Bäumen | Das ist unglaublich! (oft im Sinne von: Das ist eine Frechheit) | HEI |
| Dat is dat Nömen nich weert. | Das ist der Rede nicht wert. | Das ist nicht so schlimm | |
| Dat is een för de Riebeln. | Das ist eine für die Johannisbeeren. | Eine Bezeichnung für eine besonders hässliche, meist weibliche Person, die man als Vogelscheuche bei den roten Johannisbeeren hinstellt, um die Vögel zu vertreiben. | |
| Dat is en anner Koorn, sae de Möller, dor beet he op´n Muusköddel. | Das ist ein anderes Korn, sagte der Müller, dabei biss er auf eine Mausködel | Alles Geschmackssache | HRO |
| Dat is en Stück ut de Dullkist. | Das ist ein Stück aus der Dollkiste.
| Das darf doch nicht wahr sein.
| NF |
| Dat is en Wedder as Anno 40, da is dar en Aant an Störort verdrunken. | Das ist ein Wetter wie Anno (18)40, da ist eine Ente in Störort ertrunken. | Störort, Kirchspiel Wewelsfleth | IZ |
Dat is ganz ut de Kehr.
| Das ist ganz aus der Kehre.
| Das liegt nicht auf meinem Weg. Der Umweg ist zu groß.
| SL |
| Dat is hüt 'n hitten Dag, sä de Hex, da sull se verbrennt warrn. | Das ist heute ein heißer Tag, sagte die Hexe, da sollte sie verbrannt werden. | Man muss sich in das Schicksal ergeben. Man kann es nicht ändern. Wat mutt dat mutt. | PLÖ |
| dat is Jakob mit ne neege Mütz | St. Jacobi (zu Hamburg) mit neuer (1827) Turmhaube | Das ist nichts wirklich Neues, nur neu verpackt | HH |
| Dat is jo wiet un siet bekannt, dat wi meistens plattdütsch schnacken opt Land. | Das ist weit und seit bekannt, dass wir auf dem Land plattdeutsch schnacken. | Man steht zur plattdeutschen Sprache. | |
| Dat is nenn gans Scheiben | hier gibt es kein deutsche s Wort für | Ein unberechenbarer, querköpfiger MannVielleichtdas ist ein ganz Schlechter | PCH |
| Dat is nenn gans Scheiben/Scheeven. | Das ist ein ganz Schiefer.
| Ein unberechenbarer, querköpfiger Mann. Vielleicht ist es auch ein ganz Schlechter. | |
| Dat is nich licht un lehrn en ole Hunn dat Belln. | Das ist nicht leicht und lehren alten Hunden das Bellen.
| Was Hänschen nicht lernt ...
| SL |
| Dat is Sünn un gebn Bäckerkinner Stuten. | Das ist Sünde und geben Bäckerkindern Brot.
| Bei Bäckerkindern bedankt man sich nicht mit Brot. Keine ernst gemeinter Dank.
| SL |
| Dat is so seker as dat Amen in de Kark. | Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. | Bekräftigung des vorher gesagten. | |
| Dat is äver riief | schnell verbrauchend | Noch flüssiges Schmalz wird schnell vom Brot aufgesogen. Erkaltetes Schmalz ist dagegen besseraufzubringen | PCH |
| Dat Küken will ümmer kläuker sin as dat Hauhn | Das Küken will immer schlauer sein als das Huhn. | Die Jungen wollen den Rat der Alten nicht annehen. | |
| Dat kummt mi topass | Das kommt mir gelegen | Jetzt ist der beste Zeitpunkt dafür! | OH |
| Dat kumt wedder, sä de Buer, un geev sin Swien Swienfleesch. | Das kommt wieder, sagte der Bauer, und gab seinen Schweinen Schweinefleisch. | Kommentar zu nutzlosem Handeln | |
| Dat Läwen is väl tau kort för ein langes Gesicht. | Das Leben ist viel zu kurz für ein langes Gesicht. | Man soll die Lebenszeit nutzen. | |
| Dat löpt sik allens trech
| Das läuft sich alles zurecht
| Keine Angst, es wird schon werden
| NMS |
| Dat möt noch lang kein heit Füer sin, wenn een siene Hand dorinn leggt.
| Das muss noch lang kein heißes Feuer sein, wenn einer seine Hand hineinlegt. | der trägt kein Risiko | |
| Dat Mess is so stuuf, dor op kannst mit`m blanken Moors to´n Blocksbarg rieden.
| Das Messer ist so stumpf, da drauf kann man mit dem blanken Po auf den Blocksberg (Harz) reiten. | Für stumpfe Schneidwerkzeuge | Plö |
| Dat oart em van kinen tunpoal an. | Das hat er nicht von einem Zaunpfahl. | Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. | NOH |
| Dat reken ik em hooch an. | Das rechen ich ihm hoch an. | dafuer bin ich ihm sehr dankbar. | |
| Dat schall mi mol verlang'n! | Da bin ich aber mal gespannt! | Wenn man widersprechen möchte, sich aber nicht ganz sicher ist. | PI |
| Dat schient as Bothkamp in'n Düstern. | Das strahlt wie (Schloß) Bothkamp im Dunkeln. | Anerkennung für große Sauberkeit, aber auch abfällig für übertriebene Illumination oder (Ordens-) Schmuck. 24250 Bothkamp liegt am gleichnamigen See und ist nachts von Kirchbarkau aus gut zu sehen. | PLÖ |
| Dat singt de Paster nich wedder los - und wenn he Fru und Kinner tohölp holt! | Das singt der Pastor nicht wieder los und wenn er Frau und Kinder zur Hilfe holt! | Das ist ordentlich befestigt. | NMS |
| dat spiekt mie | das ärgert mich | mich ärgert etwas getan zu haben | LER |
| Dat stille Water hett den deepsten Grund. | Stille Wasser sind tief. | Ruhige Menschen haben es of faustdick hinter den Ohren. | |
Dat stuvt hier wer!
| Das staubt hier wieder
| Wenn jemand darauf wartet daß er was zu trinken bekommt
| EMD |
| Dat sünd man Knüst, sä de Jung un snitt dat Brod midden dörch. | Das sind nur Knüste, sagte der Junge und schnitt das Brot in der Mitte durch. | Für mich ist das Beste gerade gut genug. | NMS |
| Dat Tueg hangt em op´n Lief as op´n Klederstaenner | Die Kleidung hängt ihm auf dem Körper wie auf einem Kleiderständer. | er ist mager | OH |
| Dat ward nich ehr Sommer, bit uns Herr de Fööt vun de Eer hett. | Das wird nicht eher Sommer, bis unser Herr die Füße von der Erde hat. | Vor Himmelfahrt gibt es keinen Sommer. | |
| Dat weer ja för`n Hambörger Brand. | Das war ja vor dem Hamburger Brand. | Das ist schon längst vergessen. | OH |
| Dat weet Gott und Peter Otzen. | Das weiß Gott und Peter Otzen. | Auf eine Frage keine Antwort haben. | SL |
| Dat Wild kummt nich in de Kök. | Das Wild kommt nicht in die Küche. | Du musst dich schon bemühen ! | |
| Dat's 'n Muskant, sä Asmus, da harr he 'n Farken in'n Sack. | Das ist ein Musikant, sagte Asmus, da hatte er ein Ferkel im Sack. | Plattdeutsche Eigenart, normale Begebenheiten skuril zu beschreiben. | NMS |
| Dats 'n Buddel, sä de Buer, un drunk ut den Lepel. | Das ist ein Flasche, sagte der Bauer und trank aus dem Löffel. | "Das tut es genausogut" wenn ein Gegenstand zweckentfemdet (als Ersatz für das eigentliche Werkzeug) verwendet wird. | SE |
| Dat`t sünd slechte Tieden, sä de Paap, de Buur mookt sien Kinner sülvst. | Das sind schlechte Zeiten, sagte der Pfaffe (Pastor), der Bauer macht seine Kinder selbst. | Plattdeutsche Eigenart, Situationen / Begebenheiten skuril zu beschreiben. | |
| De Appel fallt ni wied vun ´n Plummboom | Der Apfel faellt nicht weit vom Pflaumenbaum | Wenn Eigenschaften (insbesondere schlechte) von Eltern auf ihre Kinder weitergegeben werden. | OH |
| De Appel fallt nich wiet vun’n Stamm, so as dat Schaap is, is dat Lamm. | Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, so wie das Schaf ist, so ist das Lamm. | Wie der Vater, so der Sohn. | |
| De Arbeit steiht ehr an as den Kater dat Hei freeten. | Die Arbeit passt zu ihr wie das Heufressen zum Kater. | Sie erledigt die Arbeit nur widerwillig und ungeschickt. | OH |
| De armen Lüüd an Land! | Die armen Leute an Land! | Weil sie dies nicht 'erleben' dürfen (ironisch). Kommentar an Bord bei sehr schwerem Wetter. | HH |
| De beste Krankheit döcht nix! | Die beste Krankheit taugt nicht. | Anteilnahme, wenn man über jemandes Leid erfährt | NMS |
| De betahlt, hett nich nödig to danken.
| Wer bezahlt, hat es nicht nötig zu danken. | Sich nichts schenken lassen wollen bzw. bei keinem in der Schuld stehen. | |
| De Bodder is dull in'n Winter, wenn se to hart is und in'n Sommer, wenn se to week is und wenn man keen hett. | Butter ist blöd (ärgerlich) im Winter, wenn sie zu hart ist und im Sommer, wenn sie zu weich ist und wenn man keine hat. | Man ist nie mit dem zufrieden, was man hat | SE |
| De Broot hett, den ward Broot baden. | Der Brot hat, dem wird Brot angeboten. | Wo viel ist, kommt immer noch viel dazu. | |
| De Buer is´n Rierkel van Natur; päckst ehm in´t Mul, biet he di, päckst ehm an`n Steert, beschiet he di. | Der Bauer ist von Haus aus ein junger Hund; packst du ihm in den Mund, beißt er dich, packst du ihm an den Schwanz, bescheißt er dich. | Leute, die sonst nicht viel mit Landwirten zu tun haben, haben anfangs des Öfteren mit ihnen Schwierigkeiten, bis sie sie kennen und einschätzen können | COE |
| De Buur kann väl, wenn he mütt! | Der Bauer kann viel, wenn er muß! | Etwas erst hinkriegen, sobald man unter Druck arbeitet | UM |
| De döcht in ne Wöddel nix. | Der taugt in der Wurzel nichts. | Mit ihm/ihr ist nichts los. | NVP |
| De Düvel schkit up dickste Bült! | Der Teufel macht auf den dicksten Haufen! | Wer hat, bekommt auch mehr (noch dazu)! | LER |
| De Deern het een lütt`n an de Schöttel. | Das Mädchen ist Geistig nicht auf der Höhe | Bei völliger Begriffsstutzigkeit | Plö |
| De Dood söökt sick sien Ursoak! | Der Tod sucht sich seine Ursache! | Wenn die Lebensuhr abgelaufen ist, findet sich auch etwas, woran man stirbt! | UM |
De dore is halfbackt.
| Der ist halbgebacken. | Er ist nicht ganz dicht.
| SH |
| De Dummen ward nich all. Is wedder ´n ganzen Koppel voll vun seid | Die Dummer werden nicht alle, es ist wieder ein ganzes Feld davon gesäht | Die Dummen werden nicht weniger, höchsten mehr | OD |
| De Düwel schitt immer opp den grötsten Hupen | Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen | Wer schon was hat, der kriegt auch noch was dazu | OD |
| De Düwel schitt jümmers op de gröttste Hupen. | Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. | Wo viel ist, kommt immer noch viel dazu. | |
| De een Ei in’n Steert hett, hett goot kakeln.
| Der ei Ei im Hintern hat, kann gut reden. | Wer einen Zukunftsplan hat, der kann positiv denken und reden. | |
| De Een hätt een Rittergut un de Anner rett dat Gitter ut | Fehlt noch Vorschlag machen | Fehlt noch Vorschlag machen | |
| De een, de hett een Rittergut, de anner kickt ut Gitter rut | Der eine hat ein Rittergut, der andere guckt aus dem Gitter raus. | Dem einen geht´s so, dem andern so. | HEI |
| De eene hat een Rittergut, de anere ritt dat Gitter rut! | Der eine hat ein Rittergut, der andere reißt das Gitter raus! | Der eine lebt in Saus und Braus, der andere macht eine Revolution | HH |
De Eene sien Dood, is de Anner sien Brot.
| Des Einen sein Tod, istr des Anderen Brot.
| Es gibt Berufe, die Leben vom Tod.
| SL |
| De Eene sin doot, de Anner sin broot | Dem Einen sein Tod, dem Anderen sein Brot | Erben, Vorteil durch den Tod eines Anderen. | NF |
| De en sleit den Nogel in, de anner hangt sienen Hoot dorop. | Der eine schlägt den Nagel rein, der Andere hängt seinen Hut darauf. | Der eine ebnet den Weg, und der andere hat den Vorteil davon. | |
| De erste Noot mutt rett weern, segg de Bur, dor hau he den Backtroch tosamen un böit den Backoben mit in. | Die erste Not muß gerettet werden, sagte der Bauer, als er den Backtrog zerlegte, um damit den Backofen anzuheizen. | Sich den Ast absägen, auf dem man sitzt. | Sy |
| De froogt de Koh dat Kalv af. | Er fragt der Kuh das Kalb ab. | Er fragt einen übermäßig aus. | SL |
| De Grütt ward nich so hitt uteten, as de upfüllt ward. | De Grütze wird nicht so heiß gegessen, wie sie aufgefüllt wird. | Mit der Zeit beruhigt sich wieder alles. | |
| De hem em bi de Büx. | Die haben ihn bei der Hose. | Die haben ihn dingfest gemacht. | SL |
| De hätt wat an de Ass'n! | Der hat etwas an den Achsen! | Jemand, der nicht ganz der Norm entspricht. | UM |
| De is dick in sick. | Der ist dick in sich. | ihn sich selbst ruhen, selbstgefällig | SL |
| De is to dösig ton Melk holen, lett dat Geld in de Kann liggen | Er ist zu blöd zum Milch holen, er lässt das Geld in der Kanne liegen.
| Wenn ein Vorhaben nicht richtig durchdacht war, weil es an der nötigen Kenntnis fehlte | NF |
| De jung krich allns inne Grütt. | Der Junge bekommt alles kaputt. | Meint Leute mit zwei linken Händen. | Plö |
| De Kööksch is mit denn Schleef utneit.. | Die Köchin ist mit dem Schleef weggelaufen..
| Die Köchin hat das Umrühren vergessen und deshalb ist das Essen angebrannt | IZ |
| De Kaff seit, kann kenen Weten oornen. | Wer Spreu sät, kann keinen Weizen ernten. | Wer sich unbeliebt macht, findet keine Freunde. | |
| De Koh vergitt, dat se een Kalf wesen is. | Die Kuh vergißt, dass sie ein Kalb war. | Eigene Jugendsünden werden vergessen/verdrängt. | OHZ |
| De Kohl mit Speck un Wuß, fein fett, Sien Ollnborger Art erst hett, Heck ock erst Wollsmack un erst Sinn, kummt erst de echte Pinkel rin. | Der Kohl mit Speck und Wurst, fein fett, seine Oldenburger Art erst hat. Bekommt erst Wohlgeschmack und erst Sinn mit dem echten Pinkel drin. | Oldenburger Grünkohlrezept | BS |
| De Kommod brennt. | Die Kommode brennt. | Sie ist schwanger. | SL |
| De Kück is immer klöger as de Hehn. | Die Kücken sind immer klüger als die Henne. | Sagt man über uneinsichtige Kinder. | SL |
| De Köksch un de Kat, warrn immer satt. | Die Köchin und die Katze werden immer satt | Wer an der Quelle sitzt, der trinkt. | HH |
| De Kööm un een dulle Katt, de mookt de Mannslüüd matt! | Der Schnaps und eine dolle Katze machen den Mann zur matten Matratze. | Alkohol und Frauen rauben Männern den Verstand | SL |
| De lang’ Been hett, mutt ok en lang’ Büx hebben.
| Wer lange Beine hat, muss auch lange Hosen tragen. | Wer A sagt, muss auch B sagen! | |
| De Lüüd seggt: "He hett Glück hatt!" - Dat he ok Arbeit hett, dor snackt keeneen vun. | Die Leute sagen: "Er hat Glück gehabt!" - Das er auch gearbeitet hat, davon spricht keiner. | 1. Platz beim Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern eV. 2004 (Kategorie: Sprichwort, Redensart) | |
| De Mann hett en chudes Fever, nich to hitt un nich to koolt | Der Mann hat ein gutes Fieber, nicht zu heiß und nicht zu kalt
| Blaumacher oder Drückeberger
| SL |
| De Mann marke erst dat sien Fru verrückt wär, as se sung bi'et Eeten. | Der Mann merkte erst das seine Frau verrückt war, als sie beim Essen anfing zu singen. | Einige offensichtliche Dinge fallen einem zunächst nicht auf. | SL |
| De Meier is jümmers klöker as de Seier. | Der Mäher ist immer klüger als der Säher. | Bei der Ernte zeigt sich, was man bei der Aussaat hätte besser machen können. Aus Erfahrung wird man klug. | OH |
| De Minsch mutt pisackt warrn, dat he Lust kriggt to`n starwen. | Der Mensch muss geärgert werden, bis er Lust kriegt zum Sterben | Redewendung | VEC |
| De net will dicken mut wieken. | Wer nicht will deichen, muss weichen. | Deichbauen oder wegziehen. | |
| De nix waagt, winnt nix. | Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. | Von nichts kommt nichts. | |
| De Noor'nwind is' as 'n Arbeitsmann -
de höllt eerst jäg'n Oab'nd an! | Der Nordwind ist wie ein Arbeitsmann -
der hält erst gegen Abend an! | Metapher | UM |
| De sick an'n Esel schüürt, kricht griese Haar. | Wer sich am Esel reibt, bekommt graue Haare. | Auseinandersetzungen mit Unbelehrbaren sind sinnlos, führen nur zur eigenen Unzufriedenheit. | OHZ |
| De sien Frou is mit Mors up loop | Dem seine Frau ist mit (ihrem) Hintern unterwegs | Die geht auf die Piste. Die animiert andere Männer. Die sticht durch freizügiges Auftreten andere Frauen aus. | H |
| De Stöhner het all wat, wenn de Prohler man wat har | Der Stöhner hat schon was, wenn der Prahler man was hätte | Wenn einer jammert, ist es meist nicht so schlimm. Aber beim Angeber ist meist nicht viel dahinter. | OD |
| De Tied de löpt, und ik loop met | Die Zeit die läuft, und ich lauf mit | Alles verändert sich, genau wie ich auch. | |
| De woll seiht, de woll meiht. | Der säht, wird mähen (ernten) | Fehlt noch Vorschlag machen | |
| De Wurst iss mi to krumm, sech de Voß, dor hung de Wurst an Hoken. | Die Wurst ist mir zu krumm, sagte der Fuchs, dabei hing die Wurst am Haken. | Etwas in Wahrheit Unerreichbares mit einem Vorwand vorgeben nicht zu mögen.
| HEI |
| Dei Annepe hölt dian Glüöräs füör en grout Lecht. | Die Ameise hält das Glühwürmchen für ein großes Licht | Kleingeister halten auch "schwache Leuchten" schon für "große Lichter". | MK |
| Dei dickste Törf sitt unnen inne Kuhlen | Der beste Torf ist unten in der Grube. | Der, die, das Letzte ist das Beste? | CLP |
| Dei hätt einen op de Luuk. | Der hat einen auf der Lucke. | Geistig nicht ganz auf der Höhe. | PCH |
| Deit man d't nich' üm 'n Voagel,
so deit man d't üm d't Nest! | Tut man es nicht um den Vogel,
so tut man es um das Nest. | Wenn man jemand des Vermögens wegen heiratet. | UM |
Den Buern sine Oogen mokt de Köh fett.
| Die Augen des Bauern machen die Kühe fett
| Man kann nicht alles delegieren / muss selbst täglich nach dem Rechten sehen.
| BOR |
| Den een sein Dod is den annern sein Brot. | Des einen Tod ist des anderen Brot. | Einer profitiert vom Schaden des anderen. | OH |
Den een sien Dood is den anner sien Broot.
| Dem einen sein Tod ist dem anderen sein Brot.
| Durch den Tod eines Menschen die Vorteile bekommen, z.B. eine Erbschaft.
| OL |
| Den een sien Uhl is den annern sien Nachtigall | Was für einen nur eine Eule ist, ist für den anderen eine Nachtigall.
| Ein und dasselbe kann für zwei Menschen unterschiedlich wichtig sein. | RZ |
| Den kann ik nich verknusen | der ist mir unsymphatisch | Jemanden nicht mögen. | OH |
| Denk'n is' 'n Schiet, weet'n müßt! | Denken ist ein Schiet, wissen mußt du es! | Denken nutzt nichts. Wissen ist Macht. | UM |
| Denn een sien Uhl is denn annern sien Nachtigal | Des einen Eule ist des anderen Nachtigal | Was dem Einem nicht gefällte, gefällt dem Anderen | OD |
| denn man too | dann mal los | Aufforderung zum Aufbruch, Bestätigung einer Aussage. | WTM |
Denn mogt wi dat wie in Hamburg, denn lod wie dat regen...
| Denn machen wirs wie in Hamburg, dann lassen wirs regnen
| Wenn regnet, kann man nichts dran ändern, nichtmal die Leute in Hamburg
| SL |
| Denn Politik, seggt de Buer, is anners as daun. | Denn Politik, sagte der Bauer, ist anders als tun. | Zwischen klug schnacken und tun ist ein großer Unterschied. | |
| De’t lang hett, lett’t lang hangen. | Wer lang hat, lässt lang hängen. | Wer hat, der hat. | |
| Do licht de Kamm bi de Botter | Da liegt der Kamm bei der Butter | Wird gesagt bei einem unordentlichen Haushalt | OD |
| Do wat Du wullt, de Lüt snackt doch! | Tue was Du willst, die Leute reden doch! | Kümmere dich nicht um das Gerede! | OD |
do wat je wullt, de Lü snackt doch.
| Du kannst machen was du willst, die Leute werden sich immer darüber das Maul zerreißen.
| Fehlt noch Vorschlag machen | CUX |
| Do, wat Du wullt, de Lüd snackt doch. | Tu, was du wilsst, die Leute reden doch. | Man kann es einem nie recht machen. | |
| Donnerwedder, seggt Hein Splidder, Winterdag un denn Gewidder? | Donnerwetter, sagt Hein Splidder, ein Wintertag an dem es Gewittert? | Ist es denn zu glauben! Ist ja'n Ding! | SL |
| Door hebbt wi schon een Katt mit doot fuddert. | Damit haben wir bereits eine Katze totgefuttert. | Dafür können wir uns nichts kaufen. Oft gebraucht, wenn jemand für gegebene Hilfe statt einer angemessenen Gegenleistung nur eine verbales 'Danke' herausbringt | SE |
| Door hett sick all mal eener dohtmischt, de seet door buten up de Heckpool. | Da hat sich mal einer totgemischt, der saß da draußen auf dem Heckpfahl. | beim Karten spielen, wenn jemand nur redet und nicht austeilt | SL |
| Door kiek'n Fark'n öawer 'd Bucht. | Da gucken Ferkel über die Bucht. | Bemerkung über ein betontes Dekolletee | UM |
| Dor fohrt en mit de Schuufkaar opn Böhn. | Da fährt einer mit der Schubkarre über den Dachboden.
| Wenn es donnert (Gewitter).
| |
Dor geih ik nich bi.
| Da geh ich nicht bei.
| Wenn man etwas garnicht erst versuchen will.
| SL |
| Dor hett de Timmermann dat Lock laten: | Da hat der Zimmermann das Loch (in der Wand gelassen). | Da ist die Tür: Mach dass du rauskommst. | OH |
| Dor hett een Uhl seten | Da hat eine Eule gesessen | daraus ist nichts geworden | OH |
Dor is de Katt mit de Maat weglopen.
| Da ist die Katze mit dem Maß weggelaufen.
| Maßlosigkeit, z.B. wenn jemand 1800 Urlaubsbilder zeigen möchte.
| SL |
| Dor is keen Grapen to scheef, dor paßt’n Stülper op. | Da ist kein Topf zu schief, da passt ein Deckel drauf. | Jeder Mensch findet irgendwann den Partner für's Leben! | |
Dor kann kien Müch mehr tüschendör!
| Da kann keine Mücke mehr zwischendurch.
| Da ist alles vollgestellt.
| LER |
dor kannst mit poggen
| da kannst du mit angeben
| z.B. stolz sein auf die Enkelkinder
| SL |
| dor kannst op af | da kannst auf ab | darauf kannst du dich verlassen | |
| dor kennt he wat vun af | da kennt er was von ab | da kennt er sich aus | |
| Dor kickt de Oss in de Bibel. | Da schaut der Ochse in die Bibel. | Davon versteht er nichts. | OH |
| Dor kieks rin wie dat schwien in dat clockwark | Du schaust du rein, wie ein schwein ins Uhrwerk | Das (technische) verstehst du sowieso nicht | HEI |
Dor kreeg ik een ole Rott faat.
| Da bekam ich eine alte Ratte zu fassen.
| Wenn Jemand etwas machen muss, vor dem er sich gedrückt hatte. Z.B. einen ausgeben.
| SL |
| Dor mött annere Pötte bi´t für. | Da müssen andere Töpfe auf´s Feuer. | Es muss sich etwas ändern. | NOH |
| Dor sind Rotten in de Clock. | Da sind Ratten in der Uhr. | Das sieht nicht gut (schlecht) aus. | |
| Dor steihst du nakkig inne möhrn | Da stehst du nackt in den möhren | Dann stehst du schnell alleine da / Dann stehst du hilflos da | HEI |
| Drinkt een Goos, drinken s’ all. | Trinkt eine Gans, trinken alle. | Herdentrieb. | |
Du bist een ganze Baas.
| Du bist ein ganzer Meister.
| Du bist tüchtig.
| SL |
| Du bist ja n fixen Dutt! | Du bist ein fixer Haufen.
| Du bist ein patenter, tüchtiger und schnell agierender Mensch. | SH |
| Du büst Kropperbusch noch nich vörbi! | Du bist (an) Kropperbusch noch nicht vorbei! | Wenn jemand glaubt, er sei an seinem Ziel angekommen, dabei aber die schwierigste Etappe seiner Reise noch nicht überstanden hat.
24848 Kropperbusch, eine sandige Wegstrecke an der B77 mit Wegelagere | NMS |
| Du büst ook so'n Held inne Bottermelksupp, wenn de Klüten man rut sünnt. | Du bist auch so ein Held in der Buttermilchsuppe, wenn die Klöße erst heraus sind. | Du Feigling | NMS |
| Du büst ook so’n Töffel Achteihn! | Du bist auch so ein Pantoffel 18. | Du bist ungeschickt | NMS |
| Du deichst dat oke. | Du gaubst das auch. | Du glaubst etwas. | ASD |
| du hast dien Kopp ok nur förn Frisör | du hast deinen Kopf auch nur für den Frisör | du denkst ja überhaupt nicht nach | EL |
| Du kennst ok keen annern Vogel as de Katt - un wenn se keen Steert harr, dachst du dat weer een Komissbrod. | Du kennst auch keinen anderen Vogel als die Katze und wenn sie keinen Schwanz hätte, dächtest du, sie wäre ein Kommisbrot | Deine Kenntnisse in der Fauna sind begrenzt / übertragen: Du denkst in Schubladen, hast Vorurteile | NMS |
| du krichst glieks een an dien Schandudel | du bekommst gleich eine Ohrfeige (Schandmaul) | Du bekommst gleich eine Ohrfeige, wenn Du weiter solchen Blödsinn redest. Das ist ja eine Schande. | IZ |
| Du kuemmst ok juest wenn´t Swien witt is | Du kommst, wenn das Schwein weiß ist | Du kommst auch gerade, wenn die Arbeit getan ist | OH |
| Du mien all lüt Tuckinhard, wo is Di dat Nesslock schwart. | Du, mein kleines Zuckerherz, wie ist Dein Nasenloch schwarz | Liebkosung | GÜ |
Du olle Wippsteert!
| Du alte Bachstelze (wörtl. wippender Schwanz)!
| Du Zappelphilipp! Hör auf so rumzuzappeln!
| EL |
| Du watt Du wullt, de Lüd schnackt doch | Mache was du willst, die Leute reden trotzdem! | Man kann machen was man will, irgendjemanden stört es immer | Hei |
| Duppelt hollt beter. | Doppelt hält besser. | Lieber einmal zu viel als zuwenig. | |
| Dusend Mark in’ Ellbagen sünd beter as twee in de Tasch.
| Tausend Mark in den Ellenbogen sind besser als zwei Mark in der Tasche. | 1000 Mark die man ausgiebt, sind besser als 2 Mark die festsitzen. Das Leben genießen und nicht zu knauserig sein. | |
| Dör de Kehl kann vel!, sä de Schipper, do harr he sin Dreemastschipp versapen. | Durch die Kehl' kann viel!, sagte der Schiffer, da hatte er sein Dreimastschiff versoffen | Warnung bei/vor Alkoholmissbrauch | HH |
| Dörch Fragen ward’n klook. | Durch Fragen wird man klug. | Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. | |
| Een alleen stüürt keen noot, aver to hoop slaat wi den düvel doot. | Einer allein steuert keine Not, aber zusammen schlagen wir den Teufel tot. | Einer für alle, alle für Einen! | hh |
| Een drinsen Kauh kreegt jümmers wat to freeten | Eine jammernde Kuh bekommt immer was zu fressen | Wer klagt, bekommt was er will. | OL |
| Een Dussel steit jeden Morgen op! Dat Problem is, du musst em blos finden! | Ein Dummer steht jeden Morgen auf, das Problem ist, du musst ihn nur finden! | Es findet sich immer einer, dem man was andrehen/verkaufen kann | CUX |
| Een fuul Ei verdarft den ganzen Brei. | Ein faules Ei verdirbt den ganzen Brei. | Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. | |
| Een goot Peerd ward veel anspannt.
| Ein gutes Pferd wird viel angespannt | Die Fleißigen müssen immer ran. | |
| Een hef-ik is beter as twee harr-ik | Ein hab-ich ist besser als zwei hätte-ich | Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach! | |
| Een kann mehr afluern as aflopen | Man kann mehr abwarten als ablaufen | gemeint ist, dass sich viele Probleme durch Aussitzen von selbst erledigen
| PI |
| Een kann obends nich soveel drinken, dat een morgens kenn Dörst mehr hett.
| Man kann Abends nicht so viel trinken, als das man morgends kein Durst mehr hat. | Je mehr man kriegt, umso gieriger wird man | SL |
| Een kann sien egen Ors nich mehr truen, sä de Buur, do wull he een strieken loten. | Man kann seinen eigenen Hintern nicht mehr trauen, sagte der Bauer, da wollte er einen fahren lassen. | Wenn jemand zu ängstlich ist und allem und jedem misstraut (auch seinem eigenen Hintern). | |
| Een Kreih hackt de anner de Ogen nich ut. | Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. | Gleichgesinnte vertragen sich besser, schwärzen sich nicht gegenseitig an. | |
| Een Lüntje in 'n Hand, is beter as een Duuv up'n Dack | Ein Spatz in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach | Das was man hat, das hat man - oder besser etwas als garnichts | BRA |
| Een Schüffel Schiet müss de Minsch erst upfreten, vorhär staarvt he nich. | Ein Scheffel (eine kleine Schaufel) muss der Mensch erst essen bevor er stirbt. | Zum Necken von jemanden, der z.B. am Apfel alle braunen Stellen entfernt, bevor er ihn isst.
| RZ |
| Een uenner de Arms griepen. | Einem unter die Arme greifen. | Jemanden unterstützen bzw. helfen . | |
Eenfach un nüdelk- see de Düwel- do har he sück de Steert grön anfarft.
| Einfach und niedlich- sagte der Teufel- da hatte er sich den Schwanz grün angestrichen.
| Kommentar zu improvisierter Handwerksarbeit.
| LER |
| Eerst de Piep in Brand - denn dat Peerd ut 'n Groab'n. | Zuerst die Pfeife in Brand (setzen) - dann das Pferd aus dem Graben (holen). | Erst überlegen, dann handeln. | UM |
| Eerst en Nees un denn de Brill. | Erst die Nase und dann die Brille | Alles der Reihe nach. | |
| Eerstgewinn is Kattenschiet | Erstgewinn ist Katzendreck | oft beim Kartenspiel: am Ende wird zusammengezählt oder 'Hinten kackt die Ente!' | SE |
| Eet wat goar is,sech wat woar isun drink wat kloar is! | Iß was gar ist,sag was wahr ist und trink was klar ist! | Lebensmotto; Trinkspruch | OS |
| Eeten un Drinken hol´ denn Lief tosoom | Essen und Trinken hält den Leib zusammen | Z. B.: Iß erst mal was, dann sehen wir weiter | OD |
| Eeten, freeten, drinken suupen - langsam goan und feste pupen - dat sett an. | Essen, fressen, trinken, saufen - langsam gehen und kräftig pupsen - das setzt an. | Fressen und saufen und wenig laufen - das macht dick. | H |
| Eeten, freeten, supen, langsom gohn und pupen, dat sleit an ! | Essen, fressen, saufen, langsam gehn und furzen, das schlägt an ! (Das macht dick) | Behäbige Lebensart, die auf Dauer dick macht. | PI |
| Egen Heerd is Gold weert. | Eigener Herd ist Gold wert. | Strebsam sein. | |
| Egen wat, wo goot is dat. | Eigentum, wie gut ist das. | Eigener Herd ist Goldes wert. | |
| Egenloff stinkt, Frünnloff hinkt, aver wat anner Lüüd laben, dat blifft baben. | Eigenlob stinkt, Freundeslob hinkt, aber was andere Leute loben, das bleibt oben. | Eigenlob stinkt, Freundeslob hinkt, Feindeslob klingt. | |
| Ein läpel vull Daun is bäter as´n schäpel vull raot | Ein Löffel voll Tun ist besser als eine Schaufel voll Rat. | Lieber helfen, als gute Ratschläge geben. | |
| Elk (na) sien Möög (Dat bedüüdt/ heet: Jedereen na sien Snack) | Jeder nach seinem Geschmack. | Jedem Tierchen sein Plesierchen. | |
| Em geiht dat kloederig | Es geht ihm schlecht | Er ist krank | OH |
| Em is en Luus oever de Lebber lopen. | Ihm ist eine Laus über die Leber gelaufen. | Wird benutzt, wenn man glaubt, dass der andere nur wegen einer Nichtigkeit mies drauf ist. | OH |
| Em joekt dat Fell | Ihm juckt das Fell | er ist übermütig | OH |
| En kann mehr afluren as aflopen. | Mann kann mehr abwarten als ablaufen. | Man kann nicht alles kontrollieren. | |
| En ward to fröh oolt un to loot klook. | Man wird zu früh alt und zu spät klug. | Die Einsicht kommt meistens zu spät. | |
| Erst mol hebben un ´n Enn mit wech | Erst mal haben und ein Stück damit weg | Laß uns das erst mal sicher haben, dann sehen wir weiter | OD |
| Et flüget kain Vüelken sou houge, et maut op der Ärde sihn Fauer säuken. | Es fliegt kein Vögelchen so hoch, es muss [doch] auf der Erde sein Futter suchen. | Höhenflüge ohne Erdhaftung funktionieren nicht. | MK |
| Et gah uns Wol up unse ole Dage | Es geht uns Wohl auf unseren alten Tagen.
| Bekannter Trinkspruch an der Westküste. Martje Flohrs, die zehnjährige Hofbesitzerstocher aus Katharinenheerd/ Eiderstedt, soll ihn bei der Belagerung
Tönnings 1700 anlässli | NF |
| Et geit nirgens bunter to als op de Weld | Es geht nirgends bunter zu als auf der Welt | Erklärung für alle Verrücktheiten dieser Welt. | OD |
| Et kütt wie et kütt. | Es kommt wie es kommt. | Daran kann man nichts ändern, nicht ärgern! | |
| Eten un Drinken hoellt Lief un Seel tohopen | Essen und Trinken haellt Leib und Seele zusammen | Lebensmotto. Besinnung auf die grundlegenden Bedürfnisse. | |
| Ett eten mookt fett, mager Eten een Figur as een Brett! | Essen macht Fett, mager essen eine Figur wie ein Brett. | Manches ist nicht zu ändern, also warum freiwillig verzichten? | SL |
| Fall man nich achtern Törfwaagen | Fall nicht vom Torfwagen runter | paß auf, daß dir nichts passiert | SL |
| fein lenz moken | einen feinen Lenz (=Frühling) machen | sich ausruhen, sich nicht anstrengen, man lässt es sich gut gehen | |
| Fröhr harrn wi ok noch overn Balken mookt | Früher haben wir unser Geschäft über dem Balken gemacht | Nicht alles war früher besser. | CUX |
| Fret di satt and sup di dick and hol dien Mul von Politik. | Iss dich satt und trink dich dick und halt deinen Mund über Politik. | Fehlt noch Vorschlag machen | SDL |
| Friggen un Heudrogen geschieht fake ümmesüss. | Freien und Heutrocknen geschehen häufig umsonst. | Das Wetter und die Frauen machen, was sie wollen. | MK |
| Fuulheit lat los - oder ik fang an to arbeiten. | Faulheit lass' los - oder ich fange an zu arbeiten. | kommentiert das Ende der Pause | NMS |
| Ga hen na Hostrup (un lat dy de Daes utsnyden)! | Geh' nach Hostrup ( und lass Dir die Dummheiten ausschneiden)! | Du bist ein Dummkopf! In Angeln meinte man früher, die Hostruper hätten einen eigenen Speicher, um Dummheiten darin aufzubewahren. Die Hostruper gaben oft Beispiele aus ihrem 'Fundus'. | SL |
| gaanich um kümmern | garnicht drum kümmern
| maak wat du willst, de Lüüd schnackt doch
| IZ |
| Gah me vun de Farv. | Geh mir von der Farbe.
| Komm mir nicht zu Nahe.
| SH |
| gah mi af! | geh mir ab! | laß mich in Ruhe! | |
| Gehät dä Ritte dä? | Gehört der Hund Dir? | Kasseler Platt
| KS |
| Geiß du sinnig dör Jerusalem, biet´t die die Lüüs´, geiß du dar hatt dör, biet´t die de Hunn´n | Gehst du sinnend/langsam durch Jerusalem, beißen die die Läuse, gehst du da schnell durch, beißen dich die Hunde. | Wie man macht’s, man macht’s verkehrt. | |
| Geihst du in’n April bi Sünnschien ut, loot nie nich den Schirm to Huus | Gehst du im April bei Sonnenschein raus, vergesse dein Regenschirm nicht zuhaus | Bauernregeln für den April. | |
| Geiht nich, gifft dat nich | Geht nicht , gibt es nicht | diesen Spruch sagte gestern ein Tifebauarbeiter bei der NDR Übertragung zur Bergung eines Baggers aus dem Königsmoor.
Er war sich sehr sicher , dass der Motor gereinigt sofort anspringt!
Heute fuhr | RD |
| Geld dat stumm is, maakt klook, wat dumm is, un liek, wat krumm is. | Geld, dass stumm ist macht klug was dumm ist und gerade was krumm ist. | Wenn man nur Geld hat, werden Fehler wie Dummheit oder Verunstaltung nicht so schnell zugerechnet, d.h. man kann schneller Freunde, Ehepartner und so weiter finden. | |
| Gelegenheit maakt Spitzboben. | Gelegenheit macht Spitzbuben (Diebe). | Ermahnung vor Gutgläubigkeit. | |
| Gif de Deern wat to supen, se duunt al af. | Gib dem Mädchen was zu trinken, sie wird nüchtern. | Wenn nüchtern, ist das Mädchen kein umgänglicher Mensch. | SL |
| glücksäg`nsnaijoahr | Glück und Segen im neuen Jahr | Glückwünsch fürs neue Jahr | CLP |
| Gliekes Bloot, gliekes Goot un glieke Johr maakt dat allerbeste Paar. | Gleiches Blut, gleiches Gut und gleiches Jahr macht das allerbeste Paar. | Gleich und gleich gesellt sich gern. | |
Go mi aff.
| Geh mir ab.
| Lass mich in Ruhe.
| SL |
Gode Nacht, Marie, dat Geld liggt op de Finsterbank.
| Guite Nacht, Marie, das Geld liegt auf der Fensterbank.
| Ausspruch beim Eintreten einer Katastrofe.
| SL |
| Gode Wöör köst keen Geld. | Gute Wörter kosten kein Geld | Trost (Gute Ratschläge) bekommt man umsonst. | |
| grad as ik gehn wull, schmeeten se mi rut | gerade als ich gehen wollte, schmissen sie mich raus | sagt Jemand, der zu lange auf einem fest gewesen ist, und sozusagen rausgekehrt worden ist | SL |
| Grotes Hus un nen lütten Wech. | Großes Haus und einen kleinen Weg. | Zwar einen großen Kopf, aber nichts drin haben. | NVP |
| Grove Säck mutt’n nich mit Sied neihen. | Grobe Säcke darf man nicht mit Seide nähen. | Mit gefühllosen Menschen braucht man nicht gefühlvoll umgehen. | |
| Gönn di wat, ok wenn du in Not büst, wat hest vun´t Leben, wenn du erst dot
büst!
| Gönn dir was, wenn du in Not bist; was hast du vom Leben, wenn du tod bist. | Du lebst jetzt, nicht morgen. | SL |
| Gönn di wat, ook wenn du in Noot büst.Wat hesst du von't Leven, wenn du eerst doot büst. | Gönn' Dir was, auch wenn Du in Not bist, was hast Du vom Leben, wenn Du erst tot bist. | Du lebst jetzt, nicht morgen. | NMS |
| Hüt wüllt wi de Hacken trecken | Heute wollen wir die Hacken ziehen
| sich fein machen zum Tanzen | SL |
| Halsgatt duuk di - kummt´n schkuur ! | Hals-Öffnung (Rachen) duck dich - es kommt eine Schauer ! | Trinkspruch in innersten Ostfriesland (Krummhörn) | H |
| har de Hund nich scheeten, har de Hund de Haas beeten | hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gebissen | Wenn jemand nicht schwimmen kann, liegt’s an der Badehose | SE |
| Har ick´n Hark hatt, har´k harken kunnt. | Hätte ich eine Harke gehabt, so hätte ich harken können. | Als Antwort für "hätte, sollte, müßte..." | OD |
| harde Hut hat harr | harte Haut gehabt hätte | wenn ich nur nicht nachgegeben hätte | |
Harr ik wusst, datt Wuss an Wussboom wuss denn harr ik Wuss in Överfluss ...
| Hätte ich gewusst, dass Wurst am Wurstbaum wächst, dann hätte ich Wurst im Überfluss ...
| "Hinterher ist man immer klüger" als Antwort auf nachträglich erteilte "gute Ratschläge" | |
| Hau rin, ans löpt de Hund mit de Maag weg! | Hau rein, sonst läuft der Hund mit dem Magen weg. | Das gedeutet: halte dich ran, sonst nehmen andere das Beste weg.
| SL |
| Hau rin, Monarch, is Mudderborn | Hau rein, Monarch, ist Mutterboden | Abfällig gemeint, wenn sich jemand bei der Arbeit (blöd) anstellte. Monarchen nannte man damals Erntehelfer oder Landstreicher.
| NF |
| he dacht, he meent, he wull ....dor har he de büx all vull. | er dachte, meinte, wollte ....da hatte er die Hose schon voll | Wer zulange überlegt hat den Schaden | NF |
| He driggt Hoochwater | Er trägt Hochwasser | seine Hosen sind zu kurz | OH |
| he fritt as´n Meihdoescher | er frisst wie ein Mähdröscher | er isst unangemessen viel | OH |
| He geiht all weller op´n Swutsch | Er ist wieder unterwegs ... | z.B. in eine Gastwirtschaft | OH |
| He geiht op Nummer Seker | Er geht auf Nummer sicher | Er ist vorsichtig | OH |
| He geiht, as wenn he na’n Hoffdeenst will. | Er geht, als wenn er zum Hofdienst will. | Übertrieben gut angezogen sein. | |
| he hett 'n Apen köfft | er hat einen Affen gekauft | er ist betrunken | |
| He hett dat Tüüg dorto. | Er hat das Zeug dazu. | Jemanden ist das zuzutrauen. | OH |
He hett de Holsteener Krankheit: möhd, hungrig und vergrätzt
| Er hat die Holsteiner Krankheit: müde, hungrig und verärgert
| Er hat es nicht so mit der Arbei, (oft auch ironisch als Selbstbezichtigung)
| NMS |
| He hett den Dumen op´n Büdel. | Er hat den Daumen auf dem Beutel. | Er ist geizig oder sparsam. | OH |
| He hett een solten Katt an´n Steert lickt. | Er hat einer gesalzenen Katze am Schwanz geleckt. | Er hat Glück gehabt oder er hat in den Glückstopf gegriffen. denn Salz war früher sehr teuer. | SL |
| He hett Heister-Eier eten | Er hat Elsterneier gegessen | Er ist redselig | SE |
| He hett Inquartierung in´e uennerste Kledaasch | er hat Ungeziefer | Jemand hat Filzläuse. | OH |
| He hett keen Penning to Luussalv | er hat keinen Pfennig für Läuse-Salbe
| jemand, der sehr arm ist
| SL |
| He hett nix mehr as de Kleder op´n Lief | Er hat nichts mehr als die Kleider die er auf dem Leib trägt. | Er ist mager geworden, er ist arm geworden / Pleite | OH |
| He hett nix op de Knoken | Er hat nichts auf den Knochen | Er ist mager | OH |
| He hett ´n Apen in´n Mors keken. | Er hat einen Affen in den Po geschaut. | Er hat Glück gehabt. | |
| he hett´n Fimmel | er ist leicht verrueckt | Jemand ist etwas sonderbar / nervig. | |
| He hett´n lööpsche Tung | er ist redselig | eine geschwätzige Person | OH |
| He hett´n Noors full | er ist betrunken | eine betrunkene Person | OH |
| He is groff vun Knoken. | Er ist grobknochig. | Er ist unsensibel. | OH |
| He is jo wol unklook | Er ist wohl unklug | er ist ja wohl nicht recht bei Trost | OH |
| He is liekut | Er ist geradezu / offen / ehrlich | Für Menschen, die sagen was sie denken. | OH |
| He is mit´n Noors in´t Bodderfatt fulln | Er ist mit dem Hintern ins Butterfass gefallen | Er ist gut verheiratet, genau am richtige Moment kommen, ein unerwartetes Vorteil geniessen, ein Glücksfall haben | OH |
| He is ok all mit Steenbock vör Tönning wesen. | Er ist auch schon mit (General) Steenbock (im Mai 1712) vor Tönning gewesen. | Er ist sehr alt | HEI |
| He is so eegen as Johann Held - de schull an'n Galgen un wull nich. | Er ist eigensinnig wie Johann Held, der sollte an den Galgen und wollte nicht. | Er ist eigensinnig | NMS |
| He is tweemol doerch de Nees bohrt | Er ist zweimal durch die Nase gebohrt | er ist sehr schlau | OH |
He is ut den Plünnen fulln.
| Er ist aus den Klamotten gefallen.
| Er hat sehr an Gewicht verloren (abgenommen).
| SL |
| He iss vört Vaterunser ut de Kark rutgohn. | Er ist vor dem Vaterunser aus der Kirche raus gegangen. | Coitus interruptus. (Niederdeutsches Wörterbuch, Landesbibliothek SH, Kiel.) | HEI |
| He kann dat jo gern don. Ober wat schall dat? | Er kann das ja gern tun. Aber was soll das? | Ausdruck versteckter Mißbilligung einer Handlung. | |
| He kann Kattenschiet in Düstern rieken | Er kann Katzenscheiße im Dunkeln riechen | Er ist ein ganz Schlauer | WHV |
| He kann mi an´n Moors kleih´n | Er kann mich am Arsch lecken | Er ist mir gleichgueltig / egal | OH |
| He lacht, dat emm de Lüüs vun 'n Buk trudeln! | Er lacht, daß ihm die Läuse vom Bauch trudeln! | Jemand kugelt sich vor Lachen. | UM |
| He lecht Kraaben ap uun’e Locht | Er lügt Krabben in die Luft hinauf | Er lügt das Blaue vom Himmel herunter | NF |
| he maakt achterruut | er macht hintenheraus | er wirtschaftet sich zu Grunde, er geht bankrott | |
| He mag sien egen Sweet ni rueueken | er mag seinen eigenen Schweiß nicht riechen | er ist faul | |
| He pusselt vör Dau. | Er pütschert vor Tag. | Er ist sehr früh schon fleißig
| FL |
| He secht nix un se secht nix un een Wort hol dat anner | Er sagt nichts und sie sagt nichts und ein Wort holt das andere | Wir gesagt, wenn z. B. ein Ehepaar sich anschweigt | OD |
| He sitt in een Zwickmoehl | Er sitzt in der Zwickmühle | er ist in einer schwierigen Situation | OH |
He sitt inn Schapp.
| Er sitzt im Schrank.
| Er sitzt im Gefängnis.
| SH |
| He sitt op´t Geld | Er ist geizig | Zustandsbeschreibung für eine knauserige Person. | OH |
| He sleppt dat em de Buk weh deit, eh dat de Esel twee mol geit | Er Schleppt, dass ihm der Bauch weh tut, bevor der Esel zweimal geht | Wer sich überhebt, statt zweimal zu gehen, ist ein Esel | OD |
| He steiht up, ehr de Düwel Schoh anhett | Er steht auf, eher der Teufel Schuhe anhat | Er beginnt sein Tagwerk früh / übertr.: Er ist schnell | SE |
| He stött mehr mit´n Moors üm as he mit de Hän´n opsetten kann. | Er stößt mehr mit dem Hintern um als er mit den Hände aufsetzen kann. | Er ist ein Tollpatsch. | OH |
| He was over aff van Loken. | Er war aber ab vom Laken. | Er war durcheinander. | VEC |
| He weer so tüddelich, he wür glatt sien Mors vergeten, wenn de nich anwussen weer. | Er war so zerstreut, er würde glatt seinen Hintern vergessen, wenn der nicht angewachsen wäre | vergesslich sein | NMS |
| He will sik een Brill opsetten un hett keen Nees dorto.
| Er will sich eine Brille aufsetzen und hat keine Nase dazu. | Ein Angeber | |
| Heb-Up hat wat, Fret-Up hat nienich wat | Aufheber hat (et-)was, Auf-Fresser hat niemals (et-)was. | Spare in der Zeit, so hast du in der Not | JL |
| Hebt se di mit den Klammerbüddel poodert? | Haben sie dich mit dem Klammerbeutel gepudert? | Antwort auf dümmliche Fragen. | Plö |
| Heeling, sächt de Voß un säht hinnern Nesselspiern. | "Überwindig" (also: "es zieht"), sagt der Fuchs und sitzt hinterm Nesselzweig. | Das Problem ist oft ein anderes, als behauptet wird. | |
| Hei küet Plattdütsch mit de hochdütschen Schnute | Er spricht plattdeutsch mit "hochdeutschem Mund" | Sein Plattdeutsch hat hochdeutschen Akzent | MK |
| Hei kann dat Mul noch rögen | Er kann noch sprechen | gesund | GÜ |
| Heirot man iers, see de Scheeper to
sien Hund, denn schast`denn´Stiert wohl hingen loten. | Heirate man erst sagte der Schäfer zu
seinem Hund, dann wirst du den Schwanz schon einklemmen. | Du wirst schon sehen, was du davon hast. | |
Hem i Spaaß hat oder hem i Biller keken?
| Habt ihr Spaß gehabt oder hat ihr Bilder (Fotoalben) angesehen?
| Nachfrage, ob ein erfolgter Besuch Spaß gemacht hat.
| SL |
| Herr Schmitt, Herr Schmitt de seet in Schapp und schitt. Und harr ick em ni rutereten, harr he mi den Schapp vullscheeten. | Herr Schmidt, Herr Schmidt, der saß im Schrank udn schiss und hätt ich ihn nicht rausgerissen, hätt er mir den Schrank vollgeschissen. | Verballhornung / Lästerreim auf den Namen Schmitt / Schmidt. | SL |
| Herr Schmitt, Herr Schmitt,
de sitt in n Schapp un schitt... | Herr Schmidt, Herr Schmidt,
der sitzt im Schrank und sch****... | Anfang eines alten, leicht ordinären Gassenhauers. Gern auch Verhohnepiepelung von Personen gleichen Namens. | DAN |
| Hess em flegen sehn? | Hast Du ihn fliegen gesehen? | Hast wohl nicht aufgepasst? | OD |
| Hesst ok wat af, sae de Kock un sloeg de Koeksch mit ´n Faadook uem de Ohrn | Hier bekommst du auch was ab, sgte der Koch und schlug der Köchin mit einem Lappen um die Ohren. | Steh hier nicht dumm rum, mach deine Arbeit. | |
| Hest du keen Deern to Hand, mehm Priel, dat entspannt. | Hast du kein Mädchen zur Hand, nehme Priel, dass entspannt. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Hett de Köter nich Scheeten, hett he'n Haas hatt! | Hätter der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen erwischt. | Hätte, wenn und aber. Wenn sich jemand rausreden will... | OBG |
| Hett Dien Modder noch mehr so kloge Kinner? | Hat Deine Mutter noch mehr so kluge Kinder? | Wird zu vorlauten Kindern gesagt | OD |
| Hett'n Uhl setten! | Da hat eine Eule gesessen! | War wohl nix! | HH |
| Hev' up hebbt wat, fret' up hebbt nix. | Wer sich etwas aufhebt hat was, wer alles aufisst hat nichts | Sei sparsam, damit du immer von allem genug hast | HH |
| Hild, as wenn de Buer Plumm fritt. | Schnell wie der Bauer Pflaumen frisst | Jemand hat die Ruhe weg / is(s)t langsam. | SE |
Hol di fuchtig.
| Halt dich fuchtig.
| Bleib gesund - als Abschiesgruß.
| SH |
| Hol di gaut un stöt di nich vörn Fout. | Halt Dich gut und stoß Dir nicht vor den Fuß. | Halt Dich gut und paß auf Dich auf. | VEC |
Hol di wat....
| Halt dich...
| Gruß zum Abschied...
| HEI |
| Hol din Klöter | sei still, halt den Mund | Lass den dummen Kommentar. Halt deinen Mund. | SL |
| Holl di stief! | Halt dich steif! | Bleib gesund! | |
| holt sik | Halt(et) dich(euch) | Im sinne von: Gesund bleiben! | Hei |
hope to krimpen
| Fehlt noch Vorschlag machen | Fehlt noch Vorschlag machen | |
| Häst du watt, bist du watt, häst du nix, bist du ´n oop. | Hast du was, bist du was. Hast du nichts, bist du ein Affe (armer Tropf bzw. Mensch). | Eine Lebens-Feststellung | PCH |
| Hör mal n beten to! | Hör mal ein bißchen zu! | Titel der im NDR-Hörfunk seit 1956 werktäglich gesendeten Glosse in nieder-/plattdeutscher Sprache. | KI |
| Ich bin, ick witt dat ick bin,ick witt dat ick witt dat ick bin | ich bin, ich weiß, dass ich bin, ich weiß, dass ich weiß, dass ich bin | Ich bin ich und das bleibt so | KS |
Ick bün nich neeschierig, ich wull ´t nur geern weten.
| Ich bin nicht neugierig, ich wollte es nur gerne wissen
| Gefühle lenken manchmal doch
| |
| Ick hebb noch so good Oogen, ick kann de Mieghamels in´t Leda miegen sehen! | Ich habe noch so gute Augen, ich kann die Ameisen in die Leda (Fluss bei Leer) pinkeln sehen! | Jemand möchte versichern, dass man sich auf dessen Beobachtungen wie auf seine Augenkraft verlassen kann. | LER |
| Ick heet Kunrad, sä Konrad, man nix mit Vörnehmdohn! | Ich heiße Kunrad, sagte Konrad, ihr braucht nicht vornehm zu tun! | Aufforderung, vom Hochdeutsch ins Platt zu wechseln.
| NMS |
| Ick kwäm van Auek, un ick wull no Nördn. Oh Bröer - dat wer die´n weer. 7 dag up water dreben - nix too freeten kregen - un doch am lebn blebn! | Ich kam von Aurich und ich wollte nach Norden (Stadt!). 7 Tage auf dem Wasser getrieben - Nichts zu Fressen gekriegt - aber doch am Leben geblieben! | Frohinns-Spruch aus dem innersten Ostriesland (Krummhörn) | H |
| Ick seh di!" "Dat freit mi!" "Ick sup di to." "Dat do!" Beide: "PROST!" "Ick heb di tosopen." "Hest'n Rechten drapen!" ("So hebt wi dat ümmer doon." "So schall't ok wieder gahn!") | "Ich seh' dich!" "Das freut mich!" "Ich trink' dir zu." "Das tu'!" Beide: "PROST!" "Ich hab' dir zugetrunken." "Hast den Richtigen getroffen!" ("So haben wir's immer getan." "So soll's auch wieder ges | Ammerländer Trinkspruch, insbesondere zur lokalen Spezialität "Löffeltrunk". | WST |
Ik bün dor so leed up as de Katt up de Semp.
| Ik bin da so leid drauf wie die Katze auf Senf.
| Ich möchte mich von etwas befreien.
| SL |
| ik bün blied as en Klunnie im Tee | ich bin glücklicher als ein Kandis im Tee | überaus glücklich sein. | EMD |
| ik bün ganz af | ich bin ganz ab | ich bin völlig erledigt | |
| Ik bün wat egen, sä de Deern to’n Amtsschriever, ik stah sünndags nich geern an’n Schannpahl. | Ich bin etwas eigen, sagte das Mädchen zum Amtsschreiber, ich stehe sonntags nicht gerne am Schandpfahl. | Charmante Absage an ein anzügliches Angebot. | |
| ik bünn doch nich unner de gööse utbrött | ich bin doch nicht unter den Gänsen ausgebrütet | ich bin doch nich blöd | |
| Ik eet ok lever den Lachknuust as den Brummknuust. | Ich esse auch lieber das erste als das letzte Stueck des Brotes. | Es geht eben nicht darum, was man gern hat, man muß halt auch mal das tun oder essen, was man nicht gern hat. | OH |
Ik gei dor mol bi.
| Ich geh da ma bei. | Ich mache das mal fertig oder Ich erledige das jetzt. | SH |
Ik krieg euch bi de Büx.
| Ich krieg euch bei der Hose.
| Egal, was ihr anstellt, ich erwische euch.
| SH |
| Ik mutt na Hus to mien Ginevra. | Ich muß nach Hause zu Ginevra. | Ginevra ist die Ehefrau von Artus und steht stellvertretend für die Ehefrau | Sl |
| Immer oprecht, so as ik, het de Anner ook secht un de het ´n Buckel hat | Immer aufrecht, so wie ich, hat der Andere gesagt und der hat einen Buckel gehabt | Red´morgen mehr | OD |
| In anner Lüüd Schötteln is’t alltiet fetter. | In anderer Leute Schüsseln ist es immer fetter. | Anderen Leuten geht es vermeindlich immer besser. | |
| In apen Dören löppt keen Deef. | Durch offene Türen läuft kein Dieb. | Wo nichts zu holen ist wird nicht geklaut. | |
| In Brarup, in Brarup da gait dat lustig her, da sitt de Deerns op't Wagenrad und smeert de Schoh mit Theer. | In Brarup, in Brarup, da geht es lustig her, da sitzen die Mädchen auf'm Wagnerad und schmieren die Schuhe mit Teer. | nach: Handelmann, Topographischer Volkshumor, Kiel 1866 | SL |
| In de gröttste Noot sünd alle Frünnen doot. (oder: smeckt de Wust ok ohn Broot.) | In der größten Not sind alle Freunde tot. (oder: schmeckt die Wurst auch ohne Brot) | Reiner Galgenhumor, gepaart mit der Einsicht, dass man in der Not auch mal etwas unkonventionelles machen muß. | |
| In Eckernför dor hebbt se’t rut, ut Sülver Gold to maken. | In Eckernförde haben sie raus, aus Silber Gold zu machen.
| Hohe Kunst des Räucherns, die im Eckernförde des 19. und 20. Jahrhunderts verbreitet war und neben ständigem Rauch und Fischdunst auch Wohlstand gebracht hat. | RD |
| in Schwad leggen | in Schwaden legen | Raps mähen und in Reihen (Schwaden) legen bis zur Druschreife. | SL |
| In weggern Stall büüst du groot worden | In welchem Stall bist du groß geworden | Eine Art Reaktion oder Antwortauf ein flegelhaftes Benehmen. | PCH |
| Irren is minschlich säär de Swienegel, dunn steeg he vun de Klosettböst. | Iren ist menschlich sagte der Igel, dann stieg er von der Klosettbürste. | Trostworte, wenn jemand einem Irrtum erlegen war. | UM |
| Isen up Isen, dat rieft. | Eisen auf Eisen, das reibt. | Wenn zwei mit dem gleichen Charakter aufeinandertreffen gibt es Reibereien. | |
| Jan von’t Moor. | Jan vom Moor.
| ungelenker, einfältiger Mensch, Torfgräber
| SH |
| Je duller Du fohrst, je eher büst in'n Moors! | Je schneller du fährst, desto schneller bist Du tot! | Dat weer n Kampagne in de 70 er Joor gegen dat hurtiche Auto föhrden. | HH |
| Je döller du forst je ehr bist in mors | Je wilder du fährst je früher bist im Ar... | Durch Raserei verursachter Unfall | Plö |
Je höger de Aap stiggt, je mehr wiest he sien Mors.
| Je höher der Affe klettert, je mehr zeigt er seinen Arsch.
| Je höher jemand in einer Hirarchie nach oben kommt, umso mehr schlechte Angewohnheiten zeigt er.
| ? |
| Je oller, je doller! | Je älter, desto ärger! | abfälliger Kommentar zu überschäumenden Seniorenaktivitäten | SE |
| Je öller - je döller. | Je älter umso wilder. | Auch Ältere sind mal ausgelassen. | Plö |
| Jedeen makt wat he will, keener makt wat he schall un all maken mit. | Jeder macht was er will, keiner macht was er soll und alle machen mit. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
Jeden Dach n Appel und de Dokter hölt sien Sabbel.
| Jeden Tag einen Apfel und der Doktor hält seinen Mund.
| Wer jeden Tag Obst isst bleibt gesund und braucht keinen Arzt.
| SL |
| Jeder räd`t von`t Supen, keiner räd`t von`n Döst | Jeder redet vom Saufen, keiner redet vom Durst | Jeder sieht nur das schlechte, nicht die Notwendigkeit. | |
| Jesund un' satt, wo schier is' dat! | Gesund und satt, wie schön ist das! | Lebensmotto. Jemand weiß Gesundheit und ausreichend Essen zu schätzen. | UM |
| Jetzt kann ik mit'n Hund öber de Heck springen. | Jetzt kann ich mit dem Hund über die Hecke springen. | Nach üppigem Mahl, selbst wenn vollgefressen | SE |
| Ji hebbt wall een to völ! | Sie haben wohl einen zu viel! | Sie sind wohl betrunken! | NRW |
| Jung, hest Lüüs, kannst noch mal’n groot Beest warrn. | Junge, hast du Läuse, kannst du noch mal ein großes Tier werden. | Trost für Menschen, die unter Schmarotzern leiden. | |
| Jung, laat dat Plattsnacken, sä de Buur to sienen Söhn, anners steiht di de Buur op’n Nacken. | Jnge lass das plattschnacken, sagte der Bauer zu seinem Sohn, sonst steigt dir der Bauer auf den Nacken. | Versuch des Bauern seinen Kindern das hochdeutsche zu vermitteln. | |
| Justaff jip Jass, es jeht ins Jebirje! | Gustav gib Gas, es geht ins Gebirge! | (Lippsk Platt) Achtung Flachländer, es kommen ein paar Hügel! | LIP |
Kann nich angaahn.
| Kann nicht angehen.
| Empörung über etwas, dass nicht richtig oder zulässig ist.
| OH |
| Kannst di dreihn as du wist, dien Mors blifft immer achtern. | Du kannst dich drehen, wie du willst; dein Hintern bleibt immer hinten. | Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann, so sehr man sich auch anstrengt | |
| Kannst di up nix verlatn - denkst du löttst een fleegen un schitts inne Büx.
| Du kannst dich auf nichts verlassen - (Du) denkst du lässt einen fliegen und sch..... in die Hose. | Traue niemandem! | NMS |
| Kannst du in Leven nich allns begriepen un foten: nich ünnerkriegen loten. | Kannst du im Leben nicht alles begreifen und fassen: nicht unterkriegen lassen. | Mit Hartnächigkeit und Fleiß kommt man auch zum Ziel, nie unterkriegen lassen, nicht aufgeben, es immer wieder versuchen. | |
| Kannst met Fettmuul ut Finster kieken | Kannst mit fettem Mund (fettglänzenden Lippen) aus dem Fenster gucken | Wird gesagt, wenn einer satt und zufrieden ist | OD |
| Kaop Naohber-Rind un fräi Naohber-Kind, dann weeiste immer wat du hess. | Kauf des Nachbarn Rind und frei des Nachbarn Kind, dann weißt du immer was du hast. | Da weist du was du hast, man kennt es. | |
| Keen Pingsten ahn Wipp | Keine Pfingsten ohne Kornähren
| Fehlt noch Vorschlag machen | NF |
Kick mol wedder in!
| Schau mal wieder rein!
| satz bei verabschiedung
| Pi |
| Kiek de es wier in | Schau mal wieder rein | Komm mal wieder vorbei. | ST |
| Kiek mal wedder in | Guck mal wieder rein | Komm bald wieder,Komm mal wieder | HB |
| Kien Tahn iin´t Beck, aber La Paloma fleiten! | Kein Zahn im Maul, aber La Paloma pfeifen! | Keine Ahnung von nichts haben, aber mitreden wollen! | LER |
| Kinner mit'n Willen kriegt wat vörd de Billen | Kinder mit einem Willen kriegen was auf den Hintern | Sagt man Kindern, wenn sie um etwas bitten sollen oder ich möchte statt ich will verwenden sollen. | HB |
| Klei mi an de Fööt! | Kratz mich an den Füßen! | L.m.a.A.! Du kannst mich mal! | PLÖ |
| Klei mi an Mors | Du kannst mich mal | L.m.a.A. ; Ich werd den Teufel tun... | RD |
| Klog as en Imm, bloos Honich schieten kann he nich. | Klug wie eine Biene, nur Honig scheißen kann er nicht | Er ist ein ganz schlauer. | HH |
| Klook suend se all, awers plietsch mutt´n sien | Klug sind alle, plietsch muß man aber sein | Klug ist jeder auf seine Art, gerissen muss man sein. | OH |
| Klook'n Höhner schiet'n ok in'n Nett'l un' verbrenn'n sick 'n Orsch | Kluge Hühner sch... auch in den Nessel und verbrennen sich den A... | Auch erfahrene Leute machen Fehler und büßen dafür | UM |
| Kole Feut un Noordenwind mokt en kruusen Büddel un en lütten Pint. | Kalte Füße und Nordwind machen einen krause Beutel und einen kleinen Penis. | Wohl älteste norddeutsche Weisheit - etwa nach der letzten Eiszeit entstanden. | Plö |
| Kolle Foit und norden Wint, givt een kruusen büddel un nen lüdden Pint | Kalte Füße und nordischer Wind, gibt einen krausigen Sack und ein kleinen Penis | Gelesen auf einem Schiff und beschreibt das kernige Wetter auf der Nordsee | WST |
| Kopp hoch, ok wenn de Hals schietig ist. | Kopf hoch, auch wenn der Hals schmutzig ist. | Positiv denken. | SL |
| Kort un bünnig: Mall un sinnig. | Kurz und bündig, verrückt und besinnlich. | Nichts gescheites! | |
| Kort un dick hett keen Schick | klein und dick ist unschoen | Augen auf bei der Partnerwahl. Lieber groß und schlank. | OH |
| Kratzt de Höhner op den apen Mist, denn blifft dat Wedder as dat is. | Kratzen die Hühner im offenen Mist, dann bleibt das Wetter wie es ist. | Es kommt wie es kommt (Wenn die leute zu viel über das Wetter spekulieren und jedes Zeichen deuten.) | |
| Kumm rin, un snack di ut – go rut, un holl din Snut! | Komm rein und sprich dich aus – geh raus und halt deine Schnute! | Du kannst hier alles sagen, aber es bleibt unter uns! | |
| Kumm rinn, kanns rutkieken | Komm rein, kannst rausgucken. | Aufforderung, ins Haus zu kommen | OD |
| Kumm wi goht angeln, seggt de Fischer, to den Worm. | Komm wir gehen angeln, sagte der Fischer zu den Wurm. | Wenn keine andere Wahl bleibt. | |
| Kumst overn Hund, kumst ok overn Stert. | Kommst du über den Hund, kommst du auch über den Schwanz. | Wenn du das Schwierigere geschafft hast, schaffst du auch das Leichtere. | EL |
| Kööksch un Katt hebbt jümmers wat | Köchin und Katze haben immer was | ...zu essen. | |
| Kööksch und Katt kriecht immer watt,
Herr und Hund möt töben bit watt kümmt. | Köchin und Katze bekommen immer was zu essen und werden satt, Herr und Hund mssen warten, bis ihnen was gebracht wird. | Die Köchin kann kochen. Der Herr nicht. Die Katze bekommt mit der Köchin vor dem Herrn. | SL |
| Löppt sich allns wedder trecht, blos keene scheefen Stebel. | Läuft sich alles wieder zurecht, nur keine schiefen Stiefel. | Alles wird gut mit der Zeit, nur schiefe Stiefel werden es nicht. | |
| Laat de Tied is ok en Walzer | Lass dir Zeit ist auch ein Walzer.
| Wenn man es sehr eilig hat.
| NF |
| Laat schwien man gieren, wi gahn an´t fieren | Lass die Schweine ruhig gierig schauen, wir gehen feiern. | Geh deinen Weg und lass die Leute reden. | |
| Lang Frieh hett keen Dieh. | Langes Freien hat kein Gedeihen. | Der erster Gedanke ist oft der Beste. | |
| Lat uns mol Foeffteihn moken | Las uns mal fünfzehn machen | lasst uns mal Pause machen (15 Minuten) | OH |
| Lech di hen und deck di, treck wat oles över di. | Leg dich hin und deck dich zu, t´ziehe etwas altes über. | Gute Nacht! | |
| Legg de Angel nich ut de Hand, wenn ok keen Fisch nicht anbeten hett.
| Leg die Angel nicht aus der Hand, auch wenn kein Fisch anbeißen tut. | Irgendwann wird es doch wohl klappen! | SL |
| Legg di hen und deck di, treck wat oles över di. | Leg dich hin und bedecke dich, ziehe was altes über dich. | Eine "Gute Nacht" Gruß. | SL |
| Legg di, und deck di treck wat oles över di. | Leg dich hin und ziehe ewas altes über dich. | Leg dich schlafen. | |
| Legg man hin, ick nehm dat mit! | Leg mal hin, ich nehme das dann mit (das Geld) | Wenn man etwas unentgeltlich verliehenes zurück bekommt. | SL |
| leiber´n müch im kauhl as goch kein Fleisch | lieber eine Mücke im Kohl, als gar kein Fleisch | Für die Knechte/Mägde brauchte früher nicht viel Fleisch im Kohlgericht sein. | M |
| Lich un Luf giff Saf un Kraf | Licht und Luft gibt Saft und Kraft | Fehlt noch Vorschlag machen | SL |
Linkspoot slagt de düvel dood
| Der Linkshänder schlägt (sogar) den Teufel tot.
| Schon unsere Ahnen ahnten es: Linkshänder sind oft besonders begabt...
| HH |
| Loot dat ´n Koh kosten, wi hebt ja keen | Laß das ´ne Kuh kosten, wir haben ja keine | ist doch egal | OD |
| Loot de Schoop man schietn, Wull woos liekers. | Laß die Schafe ruhig scheißen, die Wolle wächst trotzdem. | Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. | MV |
| Loot di man Tied is ook ´n Walzer | Laß Dir man Zeit ist auch ein Walzer | Man immer mit der Ruhe | OD |
| Loot di nich argern! | Lass dich nicht ärgern! | Verabschiedungsfloskel im Sinne von bleib gelassen/machs gut | HH |
| Lütt Müüs hebt ook Ohrn | Kleine Mäuse haben auch Ohren | Pass auf, die Kinder hören zu | OD |
| Märtmaant - Mordmaant | Märzmonat - Mordmonat
| Im März viel Sterbefälle | EMD |
Man kann meist Sinns warn und starben em wech.
| Man möchte ihm fast wegsterben.
| .. um den Arzt zu ärgern, weil man so lange im Wartezimmer warten musste.
| SL |
| Man kann wall allens äten, aber nich allens weten. | Man kann wohl alles essen, aber nicht alles wissen. | Sei nicht so neugierig! | |
| Man mutt keen Hahn slachten, de gollne Eier leggt.
| Man muss kein Hahn schlachten, das goldene Eier legt. | Gute Kontakte sollte man pflegen. | |
| Man seggt, dat gifft keen Probleme, aver wo wi sünd, dor gifft dat wölk. | Man sagt es goiebt keine Probleme, aber wo wir sind, da gibt es welche. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
Man word jümmers to fröh oolt un to loot klook.
| Man wird immer zu früh alt und zu spät klug.
| Fehlt noch Vorschlag machen | |
| Manche Menschen geeft Geld ut, dat se nich hebbt, um Sooken to käupen, de se nich brukt, damit se Lüüd imponeert, de se nich mögt. | Manche Leute geben Geld aus, das sie nicht haben, um Sachen zu kaufen,die sie nicht brauchen, damit sie Leute imponieren, die sie nicht mögen. | Menschen machen die verrücktesten Dinge, um zu imponieren. | |
Mann in de Tünn, Fru in de Ballig, Kind in de Ammer, oh, wat n Jammer
| Mann in der Tonne, Frau in der Waschschüssel, Kind im Eimer, oh, was für ein Jammer.
| Wehklagen über die (eigene) Armut. | SL |
| Mark's Müüs? | Merkst du Mäuse? | "Nachtigall ich hör' dir trapsen" | HH |
| Marks Müüs? | Bemerkst Du Mäuse? | Merkst Du was? | OD |
| Me kann vam Ossen nit mähr verlangen, ase en Stücke Rindfleisch. | Man kann vom Ochsen nicht mehrverlangen, als ein Stück Rindfleisch. | Man sollte von niemandem zu viel erwarten. | MK |
| Melk to krömen hebben | Milch zum krümeln haben | reich sein | SL |
| Mensch Deern, du wasst mi ganz ut de Kenn. | Mensch Mädchen, du wächst mir ganz aus der Kenntnis. | Wie hast du dich verändert – vielfach in Angeln gesprochen. | SL |
| Mi is koolt, denn ward jou ook woll grösen. Hüüt is keen Kark. Amen ! | Mir ist kalt, dann werdet ihr wohl auch frieren. Heute ist keine Kirche. Amen ! | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Mit den sünt se noh ni all de Maaten dör | Mit dem sind sie noch nicht alle Maaten durch | Mit dem können sie noch etwas erleben/mit dem müssen sie sich noch auf mehr gefasst machen | HEI |
| Mit Gewalt kannst den Finger in’n Mors afbreken. | Mit Gewalt kannst du dir den Finger im Hintern abbrechen. | Gewalt ist keine Lösung! | |
| mit schöönen Dank hett de Pastoor ut Sehestedt sin koter dood fuddert | mit schönem Dank hat der Pastor aus Sehestedt seinen Kater totgefüttert | diesen Spruch sagt mein Vater immer, geb. 2010 in Rade, wenn er kein Trinkgeld bekam,.
Erst war er Binnenfischermeister auf dem Kanal, aber später verdiente er noch seinen Lebesnunterhalt und die Re | RD |
| Moin Moin , dat Wedder is so scheun! | Moin Moin , das Wetter ist so schön . | Leider reimt es sich nur im Platt so toll ;-) ( Original von H. M-SP ) | PI |
| Mokt nix secht de Olsch und dreit jeden Wiehnachten ihr Hemd üm | Machte nix sagt die Alte und dreht jeden Weihnachten ihr Hemd um | Kritische Anmerkung wenn jemand keine frische Kleidung trägt | RD |
| Morgenrood bringt Woder in Sood | Morgenrot bringt Wasser in den Brunnen | Nach Morgenrot gibt es Regen | OD |
| Morgenrot bringt Woter in Soot. | Morgenrot bringt Wasser in den Sot. (Ziehbrunnen). | Schlafe noch eine Nacht drüber. Morgen sieht die Welt schon wieder viel besser aus. | |
| Nümms schleit sin Kinner dot. Weest nicht wat drut worden kann. Vellicht noch mal nen groden Mann. | Niemand schlägt seine Kinder tot. Du weißt nicht, was aus ihnen werden kann. Vielleicht noch mal ein großer Mann. | Während man sich öfters über Kinder ärgert, kann aus ihnen etwas Bedeutendes werden. | LER |
| N' Zylinner is'n staatschen Hoot, aber een mutt 'n Kopp dorna hemm. | Ein Zylinder ist ein vornehmer Hut, aber man muß einen Kopf dafür haben. | Vornehm steht nicht jedem. | HH |
| Na du Leckerteen, mogst ok gröne Seep? | Na du Leckerzahn, machst auch grüne Seife? | An Kinder, wenn sie ständig Süßigkeiten essen. | SL |
| Na jedereen sien Mund kann’n ni kaken. | Nach jedermanns Mund kann man nich kochen. | Die Geschmäcker sind verschieden. | |
| Na, wo schallst du denn op dal? | Was hast du denn gerade vor? | Fehlt noch Vorschlag machen | SL |
| Na? Wie hast Du das? | Wie geht’s Dir?
| Na, alles in Ordnung mit dir? | ECK |
| Nachts sünd alle Katten grau | Nachts sind alle Katzen grau | wenn jemand nicht wegen seiner/ihrer optischen Vorzüge erwählt wurde | SE |
| ne kole Bries un een Noordenwind geef een krusen Büdel un een lütten Pint | Eine kühle Brise und ein Nordwind, ergibt einen faltigen Sack und einen kleinen Pimmel. | Ob es eine "Seemannsweisheit" ist, weiß ich zwar nicht, aber dass man Weisheit mit "s" schreibt, ist sicher (kommt ja von "weise" sein). | |
ne kole Bries un een Noordenwind geef een krusen Büdel un een lütten Pint
| eine kalte brise und ein Nordwind gibt ein krausen Beutel und ein kleinen Penis
| Seemannsweißheit | HH |
| Ne olle Henne löt sek nit met Kawe locken. | Eine alte Henne lässt sich nicht mit Kaffee locken. | Eine erfahrene Frau ist nicht durch Kleinigkeiten zu blenden. | MK |
| Nich bloß "Schiet dor mol hin!" - dat schall ook stinken. | Nicht bloß "Sch.. da mal hin!" - das muß auch stinken. | Es ist schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint. | NMS |
| Nich lang schnacken, Kopp in Nacken! | Nicht lange reden, Kopf in den Nacken!
| Trinkspruch | SH |
| Nich lang snacken, Kopp in Nacken! | Nicht lange reden, Kopf in den Nacken! | Ein Trinkspruch aus dem norddeutschen Raum, bekannt vor allen Dingen unter Jugendlichen. | RD |
| Nicht lang schnacken Kopf in Nacken. | Nicht lange schnacken Kopf in Nacken. | Trinkspruch | |
Nie an fummeln, wenn wat löppt.
| Nichts ändern, wenn etwas funktioniert.
| Never change a running System.
| |
| Nie Dörn – nie Görn! | Neue Türen – neue Gören (Kinder)! | Wenn man ein Kind erwartet muss man ggf. in eine größere Wohnung umziehen.
| SL |
| Nimm di nix vör,dann slait di nix fähl | Nimm Dir nichts vor, dann schlägt Dir nichts fehl | Laß alles so, wie es ist | DH |
| Nimm di nix vor, dann sleit di nix fehl. | Nimm Dir nichts vor, dann schlägt Dir nichts fehl. | Wer nichts macht, macht auch keine Fehler. | OD |
| Nix to Peppernöten - Wiehnachen is ut! | Nichts mit den Pfefferkuchen - Weihnachten ist vorüber! | Das Fest (nicht nur Weihnachten!) / die Party und das üppige Leben hat jetzt ein Ende. | NMS |
| Nu - Herr Pastor, drinkt see ok över d' Oohrß
Net as mien Mann ... | Nanu - Herr Pastor, trinken sie auch übers Ohr?
Genau wie mein Mann... | Schmuddelige Hausfrau bietet dem Pastor bei seinem Besuch eine Tasse Tee an ... | WHV |
| Nu fött dat | Nun kommt es in Gang | Jetzt geht es richtig los! | UM |
Nu geiht dat mit gejuch inne Puch.
| Nun geht es mit juhuu ins Bett.
| Spruch zur guten Nacht.
| SL |
| Nu geiht rund!" sä de Kanallenvagel, dor fleug he in n Ventilater. | Nun geht es rund!", sagte der Kanarienvogel, da flog er in den Ventilator. | An Land: Kommentar bei
steigender (Party-) Stimmung.
An Bord: bei schwerem Schlingern
des Schiffes.
| Ki |
Nu geiht't los, see de Papagei, do güng de Kater mit em to Böhn
| Jetzt geht's los, sagte der Papagei, da ging der Kater mit ihm ab.
| Kurzsichtiges Verkennen einer verhängnisvollen Situation
| HH |
| Nu hefft wi Gottes Wort swart up witt, segg de Bur, do rer de Pastor upn Schimmel. | Nun haben wir Gottes Wort schwarz auf weiß, als der Pastor auf einem Schimmel ritt. | Das Kind hat nur einen anderen Namen. | OHZ |
| Nu hemmen wi uns nauch vörlaagen, nu können wi nah Hus gaahn. | Nun haben wir uns genug vorgelogen, nun können wir nach Hause gehen. | Genug geschwätzt, lasst uns Schluss machen. | PCH |
| Nu is't allens op un ut un de groot Schal is ok twei. | Nun ist alles auf und aus und ie große Schüssel ist auch entzwei. | Vertan, verzehrt, vorbei Feierabend, es wird nichts mehr serviert (wegen der Schale:-) | NMS |
| Nu ward dat aver Dag bi Düppel. | Nun wird es Tag bei Düppel.
| In Anlehnung an die Schlacht bei Düppel - die Entscheidung ist gefallen.
| FL |
| Nu ward dat krupen | Nun wird es kriechen | Ausruf des Erstaunens /der Verwunderung / Ausruf des Erstaunens /der Verwunderung / nun wird alles gut | OH |
| n`fixen Jung | ein patenter Junge, ein Junge mit rascher Auffassungsgabe | Lob / Bewunderung für einen Jungen. | |
| O weh uns arme Dörtein!, sä de Püttjer un full mit en Dutz Pütt von'n Böhn. | O weh wir armen Dreizehn!, sagte der Töpfer und fiel mit einem Dutzend Töpfe vom Dachboden | Wehklagen über den Verlust von Gesundheit und Wohlstand (Ware, etc.). | NMS |
| Ogen op, holl rechten Kors, süs suppst du aff un geihst in´n Mors! | Augen auf, halt rechten Kurs, sonst säufst du ab und gehst kaputt. | Auf See muss man immer aufpassen vor allen möglichen Gefahren | CUX |
| Old un grau kannst Du warrn, obers ni frech! | Alt und grau kannst Du werden, aber nicht frech! | Zurechtweisung (von Kindern) bei Respektlosigkeit | NMS |
Onten un Göös freet ´n Buurn de Botter ut ´e Döös.
| Enten und Gänse fressen dem Bauern die Butter aus der Dose.
| Ein Hinweis auf die Wirtschaftlichkeit von Grasfressern.
| OL |
| Oogen opp und kiek opn Kurs, sonst supst du af und geihst inne Mors. | Augen auf und auf den Kurs sehen, sonst säufst du ab und verlerst alles. | Ermahnung vor Schaden bzw. Verlust des Lebens, wenn man nicht bei der Sache ist. | SL |
| Op du un du drinken | Auf du und du trinken | Brüderschaft trinken, sich näher kennenlernen. | |
| Op jeden dörp een Hund | In jedem Dorf ein Hund | Kommentar, wenn man beim Kartenspielen ein besonders schlechtes Blatt mit Karten aller vier Spielfarben zugeteilt bekommt. | RD |
| op'n Damm sien | auf dem Damm sein | sich Gesund fühlen | |
| Pack man hin, de Danksack is all full! | Leg es hin, der Danksack ist schon voll | ist zwar nett, dass du danke sagst, es war aber selbstverständlich | RD |
| Pariser Schoh un Holsteener Föht | Pariser Schuhe und Holsteiner Füße | Abfälliger Kommentar zu 'aufgetakelten' Landpomeranzen | SE |
| Planung bedüd, den Tofall dörch den Irrtum to ersetten. | Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Prahlt wi nich, so sünd wi arme Lüüd. | Prahlen wir nicht, so sind wir arme Leute. | Stolz auf die (arme) Herkunft, Aufschneiderei nicht nötig zu haben. | |
| Proten un breien mußt könen | Sprechen und stricken musst du können
| Man muss zwei Sachen gleichzeitig machen können
| EMD |
Pulverschnee un Noordenwind giv `t ´n krusen Büdel un ´n lütten Pint
| Pulverschnee und Nodwind gibt einen krausen Beutel und einen kleinen Pin
| Ein Hinweis in der kalten Jahreszeit
| |
| Quase Mouder, bou gäit it Di? Miserobel, min Soun, dat sä ik Di! | "Quasemutter" (Quase=Matsche), wie geht es Dir? Miserabel,mein Sohn, das sage ich Dir!
| Spruch zum Merken der lateinischen Sonntagsnamen Quasimodogenite, Miserikordias, Domini | MK |
| Rat mi goht, see de Deern, awer rat mi nich aff! | Rate mir gut, sagte das Mädchen, aber rate mir nicht ab! | Mitteilung, dass der Sprecher fest entschlossen ist ungeachtet jedweder Warnung eine Handlung auszuführen. | NMS |
| ratata un titata (korrekt: Rad hatt harr un Tied hatt harr) | (wenn ich ein) Rad gehabt hätte und Zeit gehabt hätte | konnte Dich leider nicht besuchen / den Auftrag nicht erledigen | NMS |
| Rede äs selva, schwäje äs gold. | Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. | Manchmal ist es gut, wenn man gar nichts sagt. | Doe |
| Regnd dat morgens na Klock acht, regnd dat meist den ganzen Dach. | Regnet das morgens nach acht Uhr, dann regnet es meistens den ganzen Tag. | Bauernweisheit | SL |
| Reisen Lüüd schall man nich ophollen. | Reisende Leute soll man nicht aufhalten. | Es ist zwecklos, jemanden von seiner Meinung abzubringen. | |
| Rin in de Kantüffeln, rut ut de Kantüffeln | Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffelm | wenn alles durcheinander geht | |
| Rood'n Hoor un' Ellernholt
wass'n up slecht'n Bodd'n. | Rote Haare und Erlenholz
wachsen auf schlechtem Boden! | Vorsicht vor Rothaarigen. Diskriminierende Bemerkung. | UM |
| Root is mien Rock, gröön is mien Stock. steen is mien Hart, wat is dat? | Rot ist mein Rock, grün ist mein Stock, stein(rund) ist mein Herz, was ist das? | Eine Rose? | |
| Rotz anner näs, schiet am been, ach, wie is dat läben schön. | Rotze an der Nase und Scheiße am Bein, ach wie ist das Leben fein | Liebevolle elterliche Bemerkung, wenn die Kinder nach dem Spielen schmutzig wieder nach Hause kommen. | |
| Rumms schitt de Katt in de Arfen un de Buer meent, dat blizt | Rumms scheißt die Katze in die Erbsen und der Bauer denkt, es blitzt | Ausruf, wie: Donnerwetter! | OD |
| Sabbel morgen meer | Red´morgen mehr | Halt den Mund | OD |
| Sabbel nich, dat geiht! | Red nicht, das geht! | Red' nicht lange. Das klappt/funktioniert schon. | SL |
| schäppelsoat | scheffelsaat | flächenmaß | vec |
| Schöönheit vergeiht, Hektar besteiht. | Schönheit vergeht, Hektar bleibt bestehen. | Erklärung der Braut, warum Sie sich nicht für den hübscheren Freier entschieden hat. | |
| Scheef as Claas Hühmann sien Bratpann | Schief wie die Bratpfanne von Claas H. | Das ist ungerecht/ unausgewogen. Bauer Claas H. hatte eine dreibeinige Pfanne mit einem zu kurzen Bein. Dies wurde stets in seine Richtung gestellt (und das ganze Fett sammelte sich dort). Die Kunde v | OH |
| Schient de Suenn op natten Steen, gifft dat bald al wedder een | Scheint die Sonne auf nassen Stein, gibt es bald wieder einen. | Scheint die Sonne auf regennasse Steine, ist kurzfristig mit weiteren Regenschauern zu rechnen | OH |
| Schiet mutt mürr wesst sien! | Das Scheißding muß mürbe gewesen sein! | Lapidarer Kommentar beim Zusammenbruch einer (auch neuen ) 'Konstruktion' | NMS |
| schiet to pass | krank sein | Es ist gerade eher ungünstig, passt momentan nicht. | FL |
| Schiet'n, frät'n, sup'n, sachte goah'n und pup'n, - dat sett't an!! | Scheißen, fressen, saufen, langsam gehen und pupen, dass setzt an | Mag jeder für sich deuten. | UM |
| Schint de Sunne up n natten Twick, reent et oller Augenblick. | Scheint die Sonne auf einen nassen Zweig, regnet es jeden Augenblick. | Bauernweisheit. (für das Wetter im April) | GT |
| Schloap di n Peerd, kanns Morgen rien. | Schlaf Dir ein Pferd, kannst Morgen reiten. | Gute Nacht, schlaf gut. | VEC |
| Schmiet dien ole Schoh nich wech bevör du nüe hest. | Schmeiß deine Schuhe nicht weg bevor du neue hast. | Nichts übereilen, lieber nochmal nachdenken. | SL |
Schnacks vun Schiet, is nich wiet.
| Sprichst du von Scheiße, ist sie nicht weit.
| Wenn man vom Teufel spricht...
| SL |
| Schnuttig umme Eck. | Schnell, vorlaut um die Ecke. | Sagt man, wenn jemanden seine Dinge gut und schnell gelingen . | |
| Schnuttig umme Eck. | Schnell, schnottig, ohne Umwege | schnell, schnottig, ohne Umwege | |
| Schwienschiet mit Dill
| Schweinescheiße mit Dill | Das geht dich nicht an | FL |
| Se bakt de Pankoken blots op eene Siet | Sie backt die Pfannkuchen nur auf einer Seite | Sie ist keine begnadete Köchin | NMS |
| Se hebt mi'n gebrukten dag andreiht. | Sie haben mir einen gebrauchten Tag angedreht. | Heute ist nichts mit mir los. | ST |
| Se heff em de Kaste keert. | Sie hat ihm den Schrank gefegt. | Sie hat ihn zusammengestaucht, ihm die Meinung gesagt. | NOH |
| Se hett op den Backaben sitten. | Sie hat auf dem Backofen gesessen | Wenn die jüngere Schwester vor der älteren heiratet. | OH |
Se is good to Foot unner de Nöös
| Sie redet ununterbrochen
| Die Person ist sehr redegewandt und weiß sich zu behaupten. Ausserdem ist sie in der Lage, andere von ihrer Meinung zu überzeugen
| WTM |
| Se kann de Katt nich ut de Grütt jogen. | Sie kann die Katze nicht aus der Grütze jagen. | Sie ist ziemlich langweilig, keinen Pfeffer! Kommt zu nichts! | SL |
| Se kümmt, wenn dat Schwien witt is. | Sie kommt, wenn das Schwein weiß ist. | Sie kommt , wenn die Arbeit schon getan ist. | SL |
| Seuk di n Mann, änners kumms noch tüschken twei Steulern in de Aschen tau liggen. | Such Dir einen Mann, sonst kommst Du noch zwischen zwei Stühle in der Asche zum Liegen. | Jetzt wird´s aber Zeit sich für einen Mann zu entscheiden. | VEC |
| Sied dem de Tod op de Eer is, büst du dien Lebens nich mehr sicher. | Seit dem der Tod auf der Erde ist, bist du des Lebens nicht mehr sicher. | Der Tod kommt unausweichlich (Galgenhumor). | SL |
| Sien Mors hett ook bloß twee Hälften | Sein Hintern hat auch nur zwei Hälften | Er ist nichts Besseres - er soll sich auf seinen Dienstgrad/Titel/Rang nur nichts einbilden | NMS |
| Sik de Tung afbreken. | Sich die Zunge abbrechen. | Das was man gerne sagen würde für sich behalten. | |
| Sik op de Achterbeen setten. | Sich auf die Hinterbeine setzen. | sich auf etwas versteifen | |
Sind se to kleen, nimm twee vör een,
sind se to grot, het dat ok keen not. | Sind sie zu klein, nimm zwei für einen,
sind sie zu groß, hat das auch keine Not. | Wenn die Kuchenstücke ungleichgroß geschnitten sind, dann kann man auch mal zwei nehmen. | SL |
| Sinn dei Karten up en Tisch, sid dei deiwel dorunner. | Sind die Karten af dem Tisch, sitzt der Teufel darunter. | Spielen verdirbt den Charakter. | OVP |
situs vilate inis et avernet
| sieht us wie latein, is et aver nich.
| Mehr Schein als Sein. | |
| Slacht dat Swien anners pett de Höhner em doot | Schlachte das Schwein sonst treten die Hühner es tot | Ergreife rechtzeitig die richtigen Maßnahmen bevor alles verloren ist | WHV |
| Sloop Rundstück, hess morn frau wat taun Kaffe | Schlaf Dir ein Brötchen, dann hast Du morgen früh was zum Kaffee. | - | ROW |
| Smeer di op, awer schon mi de Botter! | Schmier dir auf, aber schon mir die Butter! | Einladung zum Mahl. Die Schonung ist ironisch gemeint. | OH |
| Snack mit ´n Koh französch... | Red´ mit einer Kuh französisch... | Es ist sinnlos (mit dem) darüber zu reden | OD |
| So is dat Leben in´ne Masch, Pannkoken in de Tasch und doch nix to freten. | So ist das Leben in der Marsch, Pfannkuchen in der Tasche und doch nichts (richtiges) zu Essen. | Der Dithmarscher im allgemeinen liebt mehr Fleischgerichte anstelle Pfannkuchen | M |
| So is' dat up d' Welt,
eener hätt 'n Büdel,
de anner dat Jeld! | So ist es auf der Welt.
einer hat den Beutel,
der andere das Geld! | Es gibt immer Ungerechtigkeit! | UM |
| So lang as der Orgel noch geiht, is de Kark noch nich ut. | Solange die Orgel noch spielt, ist die Kirche noch nicht zu Ende. | Solange man noch atmet, lebt man noch. | KI |
| Son n Muul mak mann, denn warst`de Plummen all verköpen. | So ein Gesicht mache man, dann wirst du die Pflaumen schon verkaufen. | Mit Freundlichkeit geht alles besser. | RD |
| Soo ´n Muul mook man... | So ein Maul mach man… | Guck nicht so betroffen... | OD |
| sos nich denken de Jung wart konfermeert | glaub man nicht der Junge wird konfirmiert | wenn man sich über ungewöhnliches Verhalten einer Person (Jungen) wundert | SL |
| So´n Arbeit slitt Knoken | So eine Arbeit schleißt Knochen | Das ist Knochenarbeit | OH |
| Spann dien Apostelpeer an! | Spann deine Apostelpferde an! | Mach dich auf die Beine (per pedes apostolorum) | SE |
| Starvt de Fru un steiht de Koh, kümmt jümmer mehr dorto.
| Stirbt die Frau und steht die Kuh, kommt immer mehr dazu. | Ein Unglück kommt selten allein. | |
| Stüermann loot mi an Land! | Steuermann laß mich an Land | ich geb's auf! | RD |
| Sup di dun un´frät di dick un holl dien Mul von Politik | Trink dich betrunken und fress dich rund und halt dein Maul von Politik
| Es ist zu raten sich dem leiblichen Wohl zu widmen und die Politik nicht zu bewerten | HGW |
| Swiegen un Denken deit kenen kränken. | Schweigen und Denken kann niemanden kränken. | Erst überlegen bevor man etwas falsches sagt. | |
| Swienegel harr de slechte Mod: drunk he vel, so prahl he grot. | Der Igel hatt die schlechte Angewohnheit, trank er viel, so prahlte er groß. | kommentiert besoffene Angeberei, ursprünglich Anfangszeile aus Klaus Groth: 'Wa Swienegel un Matten Has' inne Wett lepen.' | KI |
| Swiensteern achtern | Schweineschwanz hinten | Alles OK - wie es sein soll | SE |
| Sühst du im Dezember noch dat Korn stohn, is dat wiss vergeten worn | Siehst du im Dezember noch das Korn stehen, is das gewiss vergessen worden. | Eins und eins zusammenzählen. Pleonasmus. | SL |
| Timmermanns Jopp sien Sürne klabastere mit siene Trabanten denn Ölgeknapp inne hoichte. | Jesus ging mit seinen Jüngern auf den Ölberg. | Einen einfachen Tatbestand möglichst kompliziert ausdrücken. | OS |
Titt seck alns no'n Lief hin, seg de Snider, und bums har he den Ärmrl ob'n Buckel.
| Passt sich dem Körper an, sagte der Schneider, und plötzlich hatte er den Ärmel auf dem Rücken.
| Alles passt sich an.
| B |
| To foot, geiht good. | Zu Fuß gehts gut. | Immer in Bewegung und auf den Beinen bleiben, nicht faul werden, kein Stillstand, immer weiter. | SL |
Ton Geburtdag allns Gode Gesundheit un Tofredenheit dat Geld dorto - nie lange Wiel - un jümmers "`n Handbreet Woter ünnern Kiel" ... | Zum Geburtstag alles Gute , Gesundheit und Zufriedenheit | Alle guten Wünsche zum Geburtstag. | |
| Toveel freeten is schlimmer as ni nuch! | Zuviel gefressen ist schlimmer als nicht genug! | Allzuviel ist ungesund. | NMS |
| To’t Frien is noch nüms to laat kamen. | Zum Freien/Heiraten ist noch niemand zu spät gekommen. | Das wird schon noch. | |
| uem ´n Boort gahn | nach dem Munde reden | schmeicheln | |
| um een hangen Hoar | um ein hängendes Haar | beinahe | HEI |
| Umsünst is de Dood - un de kusst dat Leben. | Umsonst ist der Tod und der kostet das Leben. | Es gibt (hier) nichts ohne Gegenleistung. auch: Schnorren zwecklos! | NMS |
| Un denn up See, un denn keen Schipp, un denn in jede Hand 'n Koffer un denn keene Sohlen ünner de Schoh... | Und dann auf See und dann kein Schiff und dann in jeder Hand einen Koffer und dann keine Sohlen unter den Schuhen. | Jammer morgen mehr! So schlimm war es / hast Du's gar nicht. | NMS |
| Un ick segg noch, Hain bis du dat ? Un bums ha ick een sitten | Und ich sagte noch, Hain bist du das ??? Und bums hatte ich eine sitzen. | Es es Hains Freund der das sagt. Er fragt Hain ob er es wirklich ist, in dem Moment bekommt er von Hain eine gescheuert(Ohrfeige)
| HB |
| Un nu en kott Gebet un ne lange Bratwust! | Und jetzt ein kurzes Gebet und eine lange Bratwurst! | Lass uns jetzt essen! übertragen: Komm zur Sache! | NMS |
| Un süüd dat ut noch so schlech, dat lööbt als wedder trech.. | Und sieht es noch so schlecht aus, es läuft sich alles zurecht. | Auch wenn es im monent nicht so gut geht es kommt alles wieder ins reine. | OH |
| Un wenn all Kaje in Kohl stoht. | Und wenn alle Kühe im Kohl stehen | Da kann passieren was will (was ich vor habe, mache ich auch) | VEC |
| Ungefangen Fisch sünd nich goot för’n Disch. | Ungefangene Fische sind nicht gut für den Tisch. | Erst etwas anbieten, wenn man weiß, das man es auch einhalten kann. | |
| Uns Kanarienvagel kann plattdüütsch. Wenn ik em fraag, wat smökt wi hüüt, segg he:"PIEP" | Unser Kanarienvogel kann plattdeutsch. Wenn ich ihn frage, was rauchen wir heute, sagt er:"Pfeife" | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Unse Höhner pett wi sölm. | Unsere Hühner treten wir selber. | Die Mädchen in unserem Dorf werden nicht kampflos an die Nachbarjugend abgegeben. | PLÖ |
Up old ijs fröst licht
| Auf altem Eis frierts leicht
| Vorsichtig mit Alkohol am Tag nach der Feier
| NOH |
| Ut Rindfleesch kann man keen Kükenbraden snieden. | Aus Rindfleisch kann man keinen Kückenbraten schneiden. | Fehlt noch Vorschlag machen | |
| Ut Schiet Geld moken. | Aus Mist Geld machen. | Einen guten Geschäftssinn haben. | RD |
| Utwarts eten makt ni dick | Auswaerts essen macht nicht dick | Wenn es (das Essen) nichts kostet, braucht man nicht auf die Figur achten. | OH |
| Utwarts supen makt ni duun | auswaerts trinken macht nicht betrunken | Fehlt noch Vorschlag machen | OH |
| vör Dau un Daak | vor Tau und Nebel
| sehr früh... beginnt die Arbeit...
| |
| Vör Dau und Dag | Vor Tau und Tag
| Er ist sehr früh schon fleißig
| |
| Vagel de morgens fleit, holt abends de Katt | Den Vogel, der morgens flötet, holt abends die Katze | bei morgendlicher Fröhlichkeit oder Gesang | NMS |
| Veel föhrt man upp'n Wagen | Viel fährt man auf dem Wagen | Wenn jemand eine große Menge (Arbeit) beklagt | NMS |
| Veel Geschrigg un wenig Wull, sä de Düwel, do klippt he de Swien. | Viel Geschrei und wenig Wolle, sagte der Teufel, da schur er die Schweine. | das ist ein nutzloses Unterfangen / es lohnt nicht den Aufwand | SE |
| Verdohrig nomol to | Verdammt nochmal | Eine Art zu Fluchen, Schimpfen. | |
| Verstohn kannst du ook, wenn du een an't Muul kriggst. | Verstehen kannst auch, wenn du ans Maul bekommst. | Antwort auf: "Snackst du platt?" -"Nein, aber ich kann es verstehen." | NMS |
| Versup wi nich in Saltwater,versupt wi in Sötwater. | Ertrinken wir nicht im Salzwasser, ertrinken wir im Süßwasser. | Wie auch immer, wir sind so oder so im Eimer. | |
| Versupt wi nich in Saltwater, versupt wi in Sötwater | Versaufen wir nicht im Salzwasser, dann versaufen wir im Süßwasser. | Fehlt noch Vorschlag machen | |
Vertell, vertell ick glöv di nich!
| Erzähl, erzähl, ich glaub(e) Dir nicht!
| Du kannst mir sonst was erzählen, ich glaube es nicht
| HH |
| Vertell, vertell, du riechst so schön nach Köm! | Erzähle, erzähle, du riechst so schön nach Schnaps | etwas in Kauf nehmen | HH |
| Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an. | Veränderung muss sein sprach der Teufel, da strich er seinen Schwanz grün an. | Etwas offensichtliches kommentieren. | |
| Von nix kümmt nix. | Von Nichts kommt nichts | Wenn du Nichts schaffen kannst, kannst du auch nichts erwarten oder erhalten. | SL |
| Von ossen kanns nich mer verlangen äs en stück flesch | Von einem Ochsen kann man nicht mehr erwarten als ein Stück Fleisch | man soll keine falschen Erwartungen haben | Wü |
| Von´n Ossen kannst du blos Stück Fleisch verlangen. | Voin einem Ochsen kannst du nur ein Stück Fleisch verlangen. | Aufforderung, widrige Umstände zu akzeptieren. | PCH |
| Vun Hannelsmann bedrogen, för korte Tiet bedrogen; vun Paster bedrogen, för dat ganze Leven bedrogen. | Vom Handelsmann betrogen, für eine kurze Zeit betrogen; vom Pastor betrogen, für das ganze Leben betrogen. | Resignatives Lebensresümee | |
| Vun’n Disch to’n Wisch | Vom Tisch zur Weide. | wenn die Familie am Tisch saß und plötzlich jemand auf die Toilette ging | |
| Wat 'n Leven inne Masch, sä de Deern, jeden Dach Speckpannkoken un doch nich satt. | Was für ein (Luxus)Leben im Marschenland, sagte die Magd, jeden Tag Speckpfannkuchen und doch nicht satt. | Obwohl ich eigentlich gut versorgt werde/bin, bin ich dennoch unzufrieden | IZ |
| Wat de Buer ni kennt dat freet he nie! | Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht! | unaufgeschlossen für Neues | RD |
| Wat de Buhr ni kent freht he nich! | Was ein Bauer nicht kennt isst er nicht. | Alles was neu ist, taucht nichts. | em |
Wat de Buur mit ´n Ackerwagen tohoop föhrt, drägt de Fro mit ehr Schort wedder ut ´n anner
| Was der Bauer mit dem Ackerwagen zusammen fährt, trägt die Frau mit ihrer Schürze wieder auseinander.
| Geld ausgeben ist eben leichter
| OL |
| Wat de Buur net kennt, frett he net. | Was der Bauer nicht kenn, frißt er nicht. | Sehr vorsichtig sein mit Dingen, die bislang unbekannt sind. | EMD |
| Wat de Buur nich kennt, dat itt he nich. | Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht. | Will nichts Unbekanntes ausprobieren. | |
| Wat de een sien Uul, is den anner sien Nachtigall. | Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall. | Das ist Geschmacksache.(Oder: Was dem einen seine Tante is, is dem annern sein Onkel. – Hamburger Missingsch) | |
| Wat de Häkt doch dünn is, sä de Fischer, dor harr he 'n Aal inne Hand | Was der Hecht doch dünn ist, sagte der Fischer, da hatte er einen Aal in der Hand | Oft kommt es anders, als man denkt. | PLÖ |
| Wat dej een sien Uuhl, is dej anne sien Nachtigall | Was dem einen seine Eule, das ist den anderen seine Nachtigall | Was für den einen wichtig ist , ist vielleicht den anderen total unwichtig | AUR |
Wat den een sien Uul is, is den anner sien Nachtigaal
| Was dem einen seine Eule ist, ist dem anderen seine Nachtigall
| Jeder hat eben so sein Steckenpferd oder Spielzeug
| OL |
Wat der Buer nicht kennt, dat fredd hie nich.
| Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
| Der typische Bauer ist nur Sachen die er kennt und ist nicht bereit neue Sachen zu essen :)
| DBR |
Wat du seggst, min Peerd dat schielt. Nu ober gau rünner von Wog!
| Was du sagst, mein Pferd schielt. Nun aber schnell runter vom Wagen!
| Kritik unerwünscht, von dem der eine Wohltat empfängt.
| RD |
| Wat een nich mag, is den annern sien best Kost. | Was der eine nicht mag, ist des anderen die beste Kost. | Die Geschmäcker sind eben verschieden! | |
| Wat en nich in Kopp hett, dat mutt he in de Been hebben. | Was man nicht im Kopf hat, muß man in den Beinen haben. | Wenn man nicht überlegt, muß man eben mehr laufen (tun). | |
| Wat för en hochbeenige Wedder hüüt! | Was für ein hochbeiniges Wetter heute! | wenn die Sonne scheint und man viel Bein zeigen kann | RD |
| Wat jung is, dat summt, wat oolt is, dat brummt. | Was jung ist, summt, was alt ist, brummt. | Die Dinge ändern sich im Laufe der Zeit. | |
| Wat kriss du dann fürn ziedung? | Was kriegst du denn für eine Zeitung? | Was bist du denn für Einer? | |
| Wat man ut Schmacht deit, is keen Sünn. | Was man aus Begierde (Verlangen) macht ist keine Sünde. | Entschuldigung / Ausrede für die Gier / Sucht. | |
| Wat mi so in de Mööt kümmt | Was mir so in den Sinn kommt | Eigene Gedanken zu etwas machen. | |
| Wat mut, dat mut.. | Was muss, dass muss. | Da muß man durch, auch wenn es schwerfällt. | WTM |
| wat mutt dat mutt | was muss, dass muss | So ist es nun mal. Das läßt sich nicht ändern. | |
| Wat sallst moken, schitts in't Bett, schitts in't Laken, schitts vörbi, is ok en Swieneri! | Was soll man machen, machst du in's Bett, machst du auch in's Laken, machst du drann vorbei, ist's auch 'ne Schweinerei! | Es ist gehupft wie gesprungen; nimm es, wie es kommt; man kann nichts drann ändern usw. | SL |
| Wat schallst moken, schietst ops Bett, schietst ops Loken, schietst vorbie, is och ne grode Swinerie. | Was soll man machen, egal ob Du aufs Bett scheisst oder aufs Laken oder vorbei, ist auch eine große Schweinerei. | Egal wie man es macht, ist es verkehrt.
| SE |
| Wat seggst, min Peerd scheelt? - Run vun 'n Woagen!! | Was sagst (du), mein Pferd schielt? - Runter vom Wagen!! | Wenn du nur herummeckerst, dann hau lieber ab! | UM |
| Wat wi nüdlich sünd, wenn wi jung sünd, sä de Jung, da foder he de Farken. | Wie niedlich wir sind, wenn wir jung sind, sagte der Junge als er die Ferkel futterte. | Etwas tun, wohl wissend, daß sich die Umstände verändern werden. | SE |
Wat wist moken, schidst ins Bett, schidst ins Loken, schidst vorbie gibts ok ne große Schwienerie
| Was willst machen, sheißst ins Bett scheißt ins Laken, scheißt vorbei gibt es auch ne große Schweinerei.
| Sprichwort | DBR |
| Watt de Düwel nicht schafft, kricht 'n Fruunsminsch mit'n lütten Finger trech. | Was der Teufel nicht schaftt, erledigt eine Frau mit dem kleinen Finger. | Lob auf die Frauen, auch Unmögliches mit "Links" zu bewerkstelligen. | SE |
| Watt dem ien sien Uhl, es dem annern sien Nachtigall. | Was dem einen seine Eule ist, ist dem anderen seine Nachtigall | Was für den einen "Sperrmüll" ist, ist für den anderen eine "Antiquität". | HH |
| Wee nich so mundfuul! Oder hest du den Mund blots to´n Eeten kregen?
| Sei nicht so mundfaul! Oder hast du den Mund nur zum Essen? | Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen. | SL |
| Weern de Oogen mal wedder grötter as dat Muul? | Waren die Augen mal wieder größer als der Mund? | wenn jemand seinen Teller überlädt und dann nur mit Mühe oder nicht leer essen kann. | NMS |
| Well ed doet, mut et wetten | Wer es tut, muss es wissen | Er wird schon wissen, was er tut. Unterschwellige Schadenfreude. | BOR |
| Wenn d' Muus satt is' schmeckt d' Mähl bitter. | Wenn die Maus satt ist schmeckt das Mehl bitter. | Was man ausreichend hat weckt wenig Interesse. | UM |
| Wenn dat Eeten nicht schmeckt, kümmt de Kööksch op de Disch. | Wenn das Essen nicht schmeckt, kommt die Köchin auf den Tisch. | Wer die Suppe einbrockt, muss sie auch auslöffeln. | SL |
Wenn dat Glück im Mors sitt, kann's nich gegen tokniepen.
| Wenn das Glück im Hintern sitzt, kann man nicht gegen dichthalten.
| Ein wahrer Glückspilz!
| B |
| Wenn dat Hunn regent un Katten hagelt | Wenn es Hunde regnet und Katzen hagelt | Bei Schlechtwetter | NMS |
Wenn dat regent, mogt wi de dör wedder to!
| Wenns regnet machen wir die Tür halt wieder zu!
| Die Dinge nichts so wichtig nehmen, wenn man nichts dran ändern kann!
| SL |
| Wenn de Brammwien in` Minschen is - is de Verstand in de Buddel. | Wenn der Brantwein im Menschen ist - ist der Verstand in der Flasche. | Alkohol führt zum Verlust des Verstandes. | NWM |
| Wenn de Buer 'wi' seggt, meent he sien Schwien all. | Wenn der Bauer 'wir' sagt, meint er alle seine Schweine. | Abfällige Bemerkung als Erwiderung des Politessadhortativs ( "Wir wollen jetzt mal einen Schlag 'reinhauen!") -> "Mach gefälligst selbst mit!" | SE |
| Wenn de Buur to Stadt kümmt, freit sik de Kooplüüd. | Wenn die Bauern in die Stadt kommen, freuen sich die Kaufleute. | Kommt der (vermutlich) unwissende (Bauer) in die Stadt, kann man ihn leicht „ausnehmen“! | |
| Wenn de Buur vun geven höört, is’t, as wenn de Slag em röhrt. | Wenn der Bauer vom geben hört, ist es als wenn ihn der Schlag trifft. | Der (Bauer) ist unglaublich geizig! | |
| Wenn de Göös Woter seht, denn wüllt se suupen. | Wenn die Gänse Wasser sehen, dann wollen sie saufen.
| Ein Bedürfnis wecken, das man vorher nicht hatte | |
Wenn de Göös Woter seht, denn wüllt se suupen.
| Wenn die Gänse Wasser sehen, dann wollen sie saufen.
| Fehlt noch Vorschlag machen | |
| Wenn de Hahn kreiht op den Mist, ännert sik dat Wedder oder dat blifft, as dat is. | Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. | Zukunftsprognosen sind meist vage. | |
| Wenn de Hund uk dood is,wie bind em trotzdem an. | Wenn der Hund auch tot ist wir binden ihn trozdem an. | Sicher ist sicher! | CUX |
| Wenn de Kiewitt kuemmt, kriggt dat Winterswien Joek uenner de Hack | Wenn der Kiebitz kommt, stellen sich beim Winterschwein Gelueste ein | Frühlingsgefühle haben / bekommen. | OH |
| Wenn de Krüff lerrig is, biet sik de Peer. | Wenn der Krug leer ist, dann beißen sich die Pferde. | Hungrige werden leicht aggressiv. | |
Wenn de Muus is satt, schmeckt dat mehl bitter.
| Wenn die Maus satt ist, schmeckt das Mehl bitter.
| Wenn man etwas im Überfluss hat, dann ist es nicht mehr interessant.
| SL |
| Wenn du dien Teller leer ittst, dann gifft dat morgen goodes wedder. | Wenn du deinen Teller leer ißt, dann gibt es morgen gutes wieder (nicht Wetter) | Es hat geschmeckt . Aufforderung zum Aufessen. | SL |
| Wenn du een ole Mann in de Bort spöttst und seggst dat schneit... | Wenn du einem alten Mann in den Bart spuckst und sagts das schneit... | Jemand ist gemein... | SL |
| Wenn du Malleur hemm saßt, kannst de Mors ut Fenster holen un schitts ligges in de Stuv.
| Wenn du Pech haben sollst, kannst du deinen Hintern aus dem Fenster halten und scheißt trotzdem in die Stube. | Wenn man eine Pechsträhne hat. | |
| Wenn Du obeten häst, denn gift dat morgen wat godes wedder | Wenn du aufisst, dann gibts morgen wieder was Gutes. | Erziehungsspruch für Kinder zum aufessen der Portion. | HRO |
| Wenn een Koh denn Steert bört, fangt de Annere an to pissen!
| Wenn eine Kuh den Schwanz hochhebt, fängt die andere an zu pinkeln. | Neid, Mißgunst | |
| Wenn een Schoop schitt, rückt dat anner denn Steert | Wenn ein Schaf scheißt, richt das andere den Schwanz | Wird gesagt, wenn Gähnen ansteckt | OD |
| wenn einer auhn deiht,wat hei deiht,denn kei nich mirh dauhn,as hei deiht
| Fehlt noch Vorschlag machen | Fehlt noch Vorschlag machen | |
| Wenn einer dauhn deiht, wat hei deiht, dann kann hei nich mehr dauhn, as hei deiht. | Wenn einer (Tun) tut, was er tut, dann kann er nicht mehr tun, als er tut. | eines nach dem anderen, immer nur eines zur Zeit. | JL |
| Wenn einer deiht wat hei deiht, denn deit hei nich mir dauhn as hei deiht.
| Wenn einer tut was er tut, dann tut er nicht mehr tun als er tut. | Wenn jemand eine unbeliebte Arbeit verrichten muß, dann macht er nicht mehr als unbedingt notwendig. | |
| Wenn man op Reisen geiht, hölt man dat beste Peerd ut den Stall | Für eine Reise nimmt man das beste Pferd aus dem Stall | Für die Reise zieht man das beste Zeug an | RD |
| Wenn me dian Düwel in de Kiarke lött, well he gliek op de Kanzel. | Wenn man den Teufel in die Kirche lässt, will er gleich auf die Kanzel. | Wenn man den falschen Leuten den kleinen Finger reicht, wollen sie gleich die ganze Hand. | MK |
| Wenn min Tanten Klöten haar, wiert n Unkel. | Wenn meine Tante Hoden hätte, wäre sie mein Onkel. | typische Reaktion darauf, wenn jemand damit kommt, dass alles ganz anders gekommen wäre, wenn... | NVP |
Wenn Schiet wat ward ...
| Wenn Scheiße etwas wird ...
| Verächtlich über Emporkömmling (Neureiche).
| NF |
| Wenn unnse Koh 'n Katt weer, mössen wi to'n melken up Dack kladdern. | Wenn unsere Kuh eine Katze wäre, müssten wir zum Melken auf's Dach klettern. | Kommentar zu unrealistischen Spekulationen : "Wenn .... | SE |
| Wenn wi di nich harrn un de grooten Kortüffeln, müssen wi jümmers de lütten eeten! | Wenn wir Dich nicht hätten und die großen Kartoffeln, müssten wir immer die kleinen essen! | Spiel Dich nicht so auf! | NMS |
| Wenn, wenn... Wenn der Buer wennen deiht, denn plöögt he nich! | Wenn der Bauer (den Pflug) wendet, dann pflügt er nicht. | Kommentar zu "Wenn.." Spekulationen | SE |
| Wennt unse Paster man nich süht, mit unsen Herrgott will ick woll färdig werden, sä de Bur - dor makt he sin Heu an Sünndag. | Wenn uns der Pastor man nicht sieht, mit unserem Herrgott werde ich schon fertig, sagte der Bauer und machte am Sonntag Heu. | Ausrede zur Beruhigung | |
| Wenn’t Malöör wesen schall, fallst du op’n Rüch un brickst di de Nees. | Wenn das Pech es will, fällst du auf den Rücken und brichst dir die Nase. | Auch Unwahrscheinliches tritt einmal ein. | |
| Wenn´t nix kost, betohl ik dat alleen. | Wenn es kostenlos ist, bezahl ich es allein. | Große Sprüche machen kann jeder. | |
| Wer 't lang hätt, lött 't lang bammeln - wer 't no' länger hätt, lött 't schlääp'n. | Wer 's lang hat, läßt 's lang hängen - wer 's noch länger hat läßt es schleppen. | Jeder nach seinen Möglichkeiten. | UM |
| Wer barfaut geiht ,den kann´n nix inne Schau schuben . | Wer barfuß geht , dem kann man nichts in die Schuhe schieben . | Wer nach Recht und Ordnung lebt , dem kann man nichts anhaben . | STD |
| Wer Dag för Dag sien Arbeit deit, und jümmers opn Posten steit und deit datt froh und deit dat gern, de sall sick og mol amüseern | Wer tag für Tag seine Arbeit tut und immer aufn Posten steht. Er tut es gut und tut es gern, der kann sich auch mal amüsieren. | Wer gut arbeitet, soll auch gut leben! | |
| Wer Gott vertraut und Swatten kaut, hett ewig dicke Backen. | Wer Gott vertraut und kautabak kaut, hat immer dicke Backen. | Fehlt noch Vorschlag machen | |
Wer jümmers blots na boben kiekt, leggt bald op de nees.
| Wer immer nur nach oben guckt, liegt bald auf der Nase.
| Hochmut kommt vor dem Fall
| HH |
| Wer nich kümmt, de kann sien Moors nich twischen de Dör kriegen. | Wer nicht kommt, der kann seinen Hintern nicht zwischen die Tür bekommen. | Wenn eingeladene Gäste zum Fest ohne Absage nicht kommen | Plö |
Wer nich will dieken, de mutt wieken.
| Wer nicht will deichen, der muß weichen.
| Wer sich früher vor dem Deichbau drückte, wurde vertrieben
| NF |
| Wer nix hett, kann allens bruken. Wer allens hett, brukt nix. Over he nümmt ümmer noch mit, wat he kriegen kann. | Wer nichts hat, kann alles gebrauchen. Wer alles hat, braucht nichts. Aber er nimmt immer noch mit, was er kriegen kann. | Nimm wenn Du hast, dann hast Du wenn Du brauchst! | |
| wer wet, ob ick dat noch erlev. | Wer weiß, ob ich das noch erlebe. | Äußerung alter Menschen, die Zweifel und Unsicherheit hinsichtlich der eigenen Teilnahme bei im sozialen Umfeld erwarteten, zukünftigen Ereignissen haben. | MS |
wes ig nüscht
| weiss ich nicht
| keine ahnung
| nd |
| Weten is Macht; nix weten is ook nix. | Wissen ist Macht; nicht wissen ist auch nichts. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
Wetst du wat egaal is? Egaal sind twee Morsbacken.
| Weißt du was egal ist? Egal sind zwei Arschbacken.
| Wenn jemand sagt etwas sei ihm egal.
| SL |
| Wi de Een is, süht de Anner ut! | Wie der Eine ist, sieht der Andere aus! | Das sind alles Strolche II | NMS |
| Wi fangt schwach an, laten denn aver stark na. | Wir fangen schwach an, lassen dann aber stark nach. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Wi hebbt noch för fief Mark in Keller | Wir haben noch für fünf Mark im Keller | Es ist noch ausreichend da ( meist bei Tisch, wenn eine bestimmte Speise zur Neige geht - Aufmunterung, noch etwas zu nehmen | SE |
| Wi koomen ut de chute Chechend wo de chele Cheorchinen (Dalien) so chräßich chut chedeien. (viele Angeliter sprechen meist g wie ch.) | Wir kommen aus der guten Gegend, wo die gelben Dahlien so sehr gut gedeihen. | Plattdeutscher Zungenbrecher. | SL |
| Wi weet nich wat wi wüllt, aver dat setten wi entschieden dörch. | Wir wisen nicht was wir wollen, aber das setzen wir entschieden durch. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Wi wuullen man tau Bett gaahn, dei Lüü wollen naah Hus. | Wir wollen zu Bett gehen, die Leute wollen nach Hause. | Gäste hinauskomplimentieren. | PCH |
Wiehnachtsmann kiek mick an lütten Kerl bin ick man veel tau seggen hebb ick nich Wiehnachtsmann vergett mick nich
| Weihnachtsmann guck mich an kleiner kerk bin ich man viel zu sagen habe ich nicht Weihnachtsmann vergiß mich nicht
| Wenn der Weihnachtsmann kommt | GF |
Wien up Melk, is för Elk, Melk up Wien, is Venien. | Wein auf Milch, ist für jeden, Mich auf Wein, ist Gift
| Holst. Idiotikon: Einige können Wein auf Mich zu trinken vertragen; Mich auf Wein aber getrunken, schadet. | SH |
| wiet und siet keen een to sehn | weit und breit keiner zu sehen | Wortspiel für: Mutterseelenallein. | |
| Witt Peerd bruukt veel Stroh. | Ein weißes Pferd braucht viel Stroh. | Für seine Erscheinung oder Aussehen viel tun. Übertragen auch: Für seine weiße Weste viel Aufwand betreiben. | |
| Wo de Dünkel opgeiht, geiht de Naverschop in’n Schosteen | Wo der Dünkel sich ausbreitet, verschwindet die Nachbarschaft im Schornstein | Fehlt noch Vorschlag machen | SL |
| Wo de een mit woschen is, is de annere mit affdrööcht. | Wo der eine mit gewaschen wurde, ist der andere mit abgetrochnet worden. | Das sind alles Strolche | WL |
Wo Dreck is, is ok Geld.
| Wo Dreck ist, da ist auch Geld.
| Dort, wo es nicht so sauber ist, kann trotzdem Geld vorhanden sein.
| NVP |
| Wo Isen lich un Iken waßt, dao wun(gift) auk lüe di dao bi paßt! | Wo Eisen liegt und Eichen wachsen, da wohnen (gibts) auch Leute, die dazu passen!
| Fehlt noch Vorschlag machen | WAF |
| Wo kann ik riek sien, ik heff de eerste Fru noch, sä de Siegerlänner.
| Wie kann ich reich sein, ich habe meine erste Frau noch, sagte der Siegerländer. | Was soll ich machen, mir sind die Hände gebunden. | |
| Wo kümmt Kohschitt op Dak | Wie kommt Kuhscheiße auf´s Dach | Ausruf des Erstaunens | OD |
| Wo nix is, dor is de Düvel, un wo wat is, dor is he tweemal.
| Wo nichts ist, da ist der Teufel, und wo was ist, da ist er zweimal. | Egal was du machst, du bist immer der Gelackmeierte. | |
| Wo rok is, is ok Fuer se den Monarch und höld sien Zugarr an een ´dampen Perködel. | Wo Rauch ist, da muß auch Feuer sein, sprach der Landstreicher und hällt seine Zigarre and den dampfenden Pferdemist. | Wenn Anzeichen auf einen Tatbestand hindeuten, so muß etwas Wahres dran sein. | HEI |
| Wo Rook is, mutt ok Füür ween, sä de Buur, do gümg he vör’n Peerappel liggen un wull de Piep in Brand steken. | Wo Rauch ist, muss auch Feuer sein, sagte der Bauer, da kommt er vor einem Pferdeapfel zu liegen und wollte sich die Pfeife anstecken. | Die einfache Wahrheit ist nicht immer die richtige. | |
| Wo wat is, spillt wat, sä Gesch, harr twee Kinner un een davon weer storbn. | Wo etwas ist, geht etwas daneben, sagte Gesche, hatte zwei Kinder und eins davon war gestorben. | Schwund ist immer. | NMS |
| Wo wi sünd is vörn un wenn wi hinnen sünd, denn is hinnen vörn. | Wo wir sind ist vorne und wenn wir hinten sind, denn ist hinten vorne. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
Woans de ein heit süht de anner ut.
| Wie der eine heißt sieht der andere aus.
| Einer ist so dämlich/spitzbübisch wie der andere.
| MV |
| Wokeen sparen will, mutt bi’n Rietsticken anfangen. | Wer sparen will muss bei den Streichhölzern anfangen. | Sparen fängt bei Kleinigkeiten an. Oder auch als Ausrede wenn man einem Raucher kein Feuer geben will oder kann | |
| Wor Geld is, is dei Düwel; wor kien is, is he tweimool. | Wo Geld ist, da ist der Teufel, und wo keins ist, da ist er zweimal. | Wie du es auch tust, es ist immer verkehrt. | VEC |
| Wullt du, dat de Lüüd wat för di doot, musst du seggen, dat makt se goot. | Willst du, dass die Leute was für dich tun, musst du sagen, dass machen sie gut. | Fehlt noch Vorschlag machen | LG |
| Ümsüss kratzt keen Hinn | Umsonst scharrt keine Henne | Hinter jeder Handlung steckt eine Absicht | UM |
| „Manche sünd, de hemm keen Glück!“ säh Banz un da meen he siek. | „Manche haben eben kein Glück!“ sagte Banz und meinte sich selbst. | melancholische Selbstbemitleidung | NMS |
| ’n lütt Farken weet noch nich rech wat vun Quesen un Quarken.
| Ein kleines Ferkel weiß noch nicht recht was von quengeln und quarken. | Ein Ferkel ist noch dumm und Dumme denken nicht soviel über alles nach und sind deswegen glücklicher und zufriedener. | |